Kita Müllingen nutzt Schulmilchprogramm

16. August 2017 @

Für das neue Schul- und Kita-Jahres hat sich die Kita Müllingen mit ihrer Leiterin Angelika Slowik um die Aufnahme in das Milchprogramm für Kindertagesstätten beworben – und war ausgewählt worden. Nun erhält die Kita monatlich 24 Liter kostenlose Milch für die Kinder, die diese Zusatzversorgung gerne angenommen haben. Die Milchmenge bestimmt die teilnehmende Kita selbst und es können bis zu 25 Kinder eingeplant werden. Gestern nun besuchte die Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann den Kindergarten, um sich von dem Projekt selbst ein Bild zu machen.

Milchpause in der Kita Müllingen: Die Kinder mit Silke Lesemann, Katharina Fischer, Fachdienstleiterin Kindertagesstätten und Jugend der Stadt Sehnde, Sozialassistentin Yvonne Reinsch und Einrichtungsleiterin Angelika Slowik (von links).

Der Tag der Kinder begann mit dem Morgenkreis, zu dem auch die Besucherin aus dem Landtag gekommen war. Das Thema des Tages, wie solle es anders sein, war die neue Milchquelle aus dem mit 3,7 EU-Millionen Euro geförderten Schulmilchprogramm. „Warum ist Milch gesund?“, wollte Angelika  Slowik von ihren Schützlingen wissen. „Es ist nicht so viel Zucker drin“, sagt  der vierjährige Theodor und Slowik nickt zustimmend. Und auf die Frage, wer denn gerne Milch trinke, meldeten sich gleich neun der anwesenden 15 Kinder. „Wir haben etwas gewonnen“, erklärt Slowik ihren jungen Zuhörern. „Ihr könnt jetzt ganz viel Milch trinken und es kostet uns nichts.“

Aber warum sollte man überhaupt Milch trinken – was bewirkt sie im Körper, fragt Slowik weiter. „Es ist gut für die Zähne“, weiß Nico, vier Jahre alt. „Richtig, Eure Zähne wollen ja auch stark werden“, betont Slowik. Und so werden weitere positive Effekte des neuen Getränks aufgezählt. Nach dieser Unterrichtseinheit geht es für die Kinder nach draußen zum Spielen.

„Wir wollen die Kinder für gesunde Ernährung sensibilisieren“, so Lesemann. „Das Thema lässt sich hervorragend spielerisch in den Kita-Alltag einbeziehen.“ Die 24 Liter Milch erhält die Kita Müllingen von der Molkerei in Dedenhausen geliefert. Die Menge konnte die Kita selbst bestimmen und hatte zuvor in zwei Monaten etwa 48 Liter verbraucht. „Die haben wir auf den Monat umgerechnet und beantragt“, so Slowik. „Das sollte unseren Bedarf decken.“ Nun gibt es pro Tag für jedes der 17 Kind der Kita ein Glas; zwei davon sind im Krippenalter.

Das Schulmilch- und Obstprogramm nutzen in Sehnde bislang nur die Astrid-Lindgren-Schule (SN berichteten) und die Kita Müllingen. Dass es nicht mehr sind, begründet Katharina Fischer Fachdienstleiterin Kindertagesstätten und Jugend der Stadt Sehnde: „Die Schulen und Kitas der Stadt entscheiden selbst über ihre Teilnahme an derartigen Programmen. Davon gibt es mehrere und wir überlassen es den Einrichtungen, sich für die eine oder andere zu entscheiden.“

So ist die Kita in Müllingen die erste Kita in Sehnde, die an dem EU-Programm teilnimmt, das von der SPD-geführten Landesregierung jährlich zusätzlich mit bis zu 1,5 Millionen Euro bezuschusst wird. Das EU-Programm gibt es schon länger, aber erst die rot-grüne Regierung habe es in Niedersachsen eingeführt, erklärte Lesemann. Zum aktuellen Schuljahr wurde das bisherige Schulobst- und Schulgemüseprogramm der Europäischen Union mit dem Schulmilchprogramm zum EU-Schulprogramm zusammengeführt. Neu ist auch, dass neben Schulen erstmals auch Kindertagesstätten an dem Programm teilnehmen können. Für sie wird aber ausschließlich das Angebot von Milch gefördert. „Das Programm ist allerdings finanziell nicht gedeckelt – jede Schule und jede Kita, die teilnehmen möchte, kann auch teilnehmen“, betonte Lesemann.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.