KGS Sehnde erhält dritte Sprachlernklasse

30. September 2015 @

Das Land Niedersachsen wird die Anzahl der Sprachlernklassen im Schuljahr 2015/2016 landesweit auf rund 300 erhöhen. Sehnde erhält die Genehmigung für die Einrichtung einer weiteren Klasse an der KGS Sehnde und kann damit insgesamt 42 Schülerinnen und Schüler unterrichten. Die Sehnder SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann zeigte sich erfreut über die Einrichtung einer weiteren Sprachlernklasse.

Zukünftig gibt es hier drei Sprachlernklassen. Allerdings wäre ähnlihches auch an Grundschulen erforderlich - Foto: JPH

Zukünftig gibt es hier drei Sprachlernklassen. Allerdings wäre ähnliches auch an Grundschulen erforderlich – Foto: JPH

„Sprachförderung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration“, sagt Lesemann. Sehnde profitiere damit von den zusätzlichen Mitteln, die über den Nachtragshaushalt des Landes zur Verfügung gestellt werden. Mit der Aufstockung der Sprachlernklassen auf rund 300 zum Schuljahresbeginn gebe es im Vergleich zum Schuljahresbeginn 2013/2014 fünfmal mehr Sprachlernklassen an öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen.

Die Zahl der Flüchtlinge steige weiterhin an, und Niedersachsen habe es sich zur Aufgabe gemacht, diese Menschen willkommen zu heißen und ihnen eine Perspektive zu geben. „Den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen komme hierbei eine Schlüsselrolle zu, vor allem im Bereich der Sprachförderung“, sagt Lesemann. In einer Sprachlernklasse werden in der Regel zwischen zehn und 16 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die größte Herausforderung bei der Beschulung von Flüchtlingskindern sei die Überwindung der Sprachbarrieren aufgrund nicht vorhandener oder geringer Deutschkenntnisse. „Es ist das Ziel der Landesregierung, Sprachbarrieren von Kindern schnellstmöglich abzubauen, damit sie am Regelunterricht teilnehmen können“, erklärt Lesemann.

Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen und den häufig tragischen Hintergründen mit belastenden Kriegs- und Fluchterfahrungen sei dies eine große Herausforderung und anspruchsvolle Aufgabe. „Den engagierten Lehrkräften, die sich dieser Aufgabe tagtäglich annehmen und eine gute Beschulung der Flüchtlingskinder sichern, sind wir zu großem Dank verpflichtet“, so Lesemann.

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