KGS bittet Sehnde zur Knochenmarkspender-Typisierung

29. April 2016 @

Eigentlich ist es vollkommen ungewöhnlich, dass eine Schule sich in solche sozialen Aufgaben einbringt wie eine Typisierung für potentielle Knochenmarkspender. Doch am Sonnabend, 30 . April, wird in der Zeit von 10 bis 17 Uhr eine solche Typisierung erfolgen und die Sehnder sind aufgerufen worden, sich dort erfassen zu lassen.

Direktor Carsten Milde bittet um rege Teilnahme - Foto: JHP/Archiv

Direktor Carsten Milde bittet um rege Teilnahme – Foto: JHP/Archiv

„Einer unserer Schüler, Ali Naghilo, ist an einer Blutkrankheit erkrankt, die nur mit einer Stammzelltherapie behandelbar ist“, teilt der Direktor der KGS, Carsten Milde, zu dieser ungewöhnlichen Aktion mit. „Wir bitten Dich, Ali und anderen Menschen, die sein Schicksal teilen, zu helfen. Lass Dich typisieren.“ Denn gerade Leukämie ist mit der passenden Knochenmarkspende mit guter Aussicht auf Erfolg zu therapieren – wenn der Spender bestmöglich passt.

Und genau darum geht es an diesem Tag. Bei der Typisierung werden die Gewebemerkmale, die für die Transplantation der sogenannten Stammzellen relevant sind, einer Person bestimmt. Vielleicht kann ein Typisierter eines Tages mit einer Stammzellspende dafür sorgen, dass ein anderer Mensch irgendwo auf dieser Welt die Chance auf ein neues Leben erhält. Viele dieser Aktion haben schon viele Leben verlängert und gerettet.

Am 30. April können sich die potentiellen Lebensretter von 10 bis 17 Uhr in der Mensa der KGS Sehnde ganz einfach und völlig schmerzfrei beim Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) als möglicher Lebensretter registrieren. Für die Typisierung genügt ein Abstrich der Wangenschleimhaut mit einem Wattestäbchen. Das geht ganz einfach und ist völlig schmerzlos. Jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 55 Jahren kann eine Speichelprobe abgeben und in die Spenderdatei des NKR aufgenommen werden. Wer bereits als Spender registriert ist, muss sich nicht noch einmal aufnehmen lassen.
Die KGS hat die Aktion gemeinsam mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register organisiert – und jeder könnte doch einmal fünf Minuten für eine mögliche Lebensrettung aufbringen. Darüber hinaus verpflichtet eine Registrierung zu nichts und man wird damit nicht automatisch zum „Zwangsspender“. Diese Entscheidung trifft man erst viel später, sollte eine Spende anstehen.

Eine Übersicht der Kriterien, die eine Aufnahme als Stammzellspender eventuell ausschließen, gibt es im Internet.

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