Joeys Oster-Cup ein voller Erfolg

5. April 2015 @

Der erste Oster-Cup für Joey in der Sehnder Arena war ein voller Erfolg und sehr gut besucht. 12 Mannschaften spielten die Pokale aus und die gezeigten Leistungen der F-Jugendlichen, teils in gemischten Mannschaften angetreten, konnten sich wirklich sehen lassen. Entsprechend zufrieden waren auch der Turnierorganisator Lars Klingenberg und der Arena-Geschäftsführer Carsten Nothvogel. Und einer, der zwar nicht dabei, aber überall präsent war, freute sich ganz besonders über das Engagement für seine Sache: Joey. Er wartet in der Klinik auf ein Spenderherz (SN berichteten), war aber vor Ort durch seine Mutter und seine Großeltern vertraten.

Sabrina, Brigitta und Gerd Upmeier (v.li.) bedankten sich für die Unterstützung bei Carsten Nothvogel und Lars Klingenberg (v.re.) - Foto: JPH

Sabrina, Brigitta und Gerd Upmeier (v.li.) bedankten sich für die Unterstützung bei Carsten Nothvogel und Lars Klingenberg (v.re.) – Foto: JPH

Gleich zu Anfang standen die Veranstalter vor einem Problem: Auf Grund von krankheitsbedingten Ausfällen musste die Mannschaft vom SV Eintracht Lübeck 04 kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Doch die elf Teams waren sich schnell einig und stellten jeweils Spieler für ein zwölftes Team ab. Dann konnte es losgehen. Angefeuert von Eltern, Teamchefs und Schlachtenbummlern zeigten die Teams, was in ihnen steckt. In der Mittagspause, als die Mannschaften sich am Grill stärkten und das eine oder andere Spiel debattierten, zeigte das Hockey Team Sehnde in einer Demonstration sein Können und seine Ausrüstung. Außerdem konnten Besucher sich im Inliner Hockey mal selbst versuchen.

Auch "Eddi", das Maskottchen von Hannover 96 unterstützte das Turnier erfolgreich - Foto: JPH

Auch „Eddi“, das Maskottchen von Hannover 96 unterstützte das Turnier erfolgreich – Foto: JPH

Dann gab es schließlich das Endspiel, das ein „Vereinstreffen“ wurden, denn hier traf der TSV Fortuna Sachsenross II auf den TSV Fortuna Sachsenross I. Schiedsrichter der Partie war ein ganz besonderer, den die Veranstalter für die Spiele um Platz 3 und Platz 1 und 2 gewinnen konnten: Kenth Joite aus Peine pfeift öfter zu solchen Anlässen, denn er leidet selbst am hypoplastischen Linksherz Syndrom wie Joey. Er stiftete für Joey, der Trikots sammelt und bereits rund 100 hat, sein Lieblingstrikot, bevor er den Anpfiff für das Endspiel gab. Nach zehn Minuten stand dann der Turniersieger von „Joeys Oster-Cup“ fest: Mit 4:2 hatte sich Fortuna Sachsenross II gegen die Sportkameraden der Mannschaft I durchgesetzt. Stolz nahmen sie den Pokal des Siegers aus den Händen der Großeltern von Joey entgegen.

Schiri Kenth Joite, selbst Betroffener, spendet sein Lieblingstrikot für Joey

Schiri Kenth Joite, selbst Betroffener, spendet sein Lieblingstrikot für Joey

Der Eintritt, ein Euro für Organspender mit Ausweis, zwei Euro für die ohne, und den Überschuss vom Tag spendet die Sehnder Arena für Joeys Sparschwein, dass wiederum die Sparkasse gestiftet hatte. Auch die Court-Gebühren hatte die Geschäftsführung der Arena den Mannschaften erlassen als Spende für das Turnier. „Das Geld geht 1:1 in den Umbau für Joeys Rückkehr“, sagten die hocherfreuten Großeltern Brigitta und Gerd Upmeier. „Wir können dafür garantieren. So braucht er, nachdem ein Herzspender gefunden wurde, einen großen Kühlschrank, denn er darf nur spezielle Nahrung essen,. Er braucht eine Industriewaschmaschine, denn er muss täglich die gesamte Wäsche wechseln.“

Auch das Spiel um Platz 3 und 4 pfiff Kenth Joite - Foto: JPH

Auch das Spiel um Platz 3 und 4 pfiff Kenth Joite – Foto: JPH

Seine Mutter Sabrina Upmeier, die ihren Beruf wegen ihres Sohnes aufgegeben hat, kann diese Ausgaben nicht allein stemmen: „Die Krankenkassenzuschüsse gibt es, aber da ist nichts geregelt. Man muss sich da vieles erkämpfen neben der Belastung durch die Krankheit.“ Neben der finanziellen Spende wäre es natürlich am schönsten für alle, wenn Joey endlich ein Spenderherz bekommen würde. „Sein erste OP hatte er im Alter von drei Tagen“, so der Opa. „Er bekommt zur Zeit täglich 20 Medikamente, bekommt alle paar Wochen einen Herzkateder gelegt und wartet seit August 2013 auf eine Herzspende. Normal sind im Durchschnitt 18 Monate.“ Langsam aber wird auch für Joey die Zeit knapp, denn die Leistung seines halben Herzens liegt inzwischen unter zehn Prozent. Eile ist also geboten.

Jede mannschaft bekam aus den Händen von Brigitta und Gerd Upmeier einen Pokal. "Eddi" hilft dabei - Foto: JPH

Jede mannschaft bekam aus den Händen von Brigitta und Gerd Upmeier einen Pokal. „Eddi“ hilft dabei – Foto: JPH

„Wir freuen und bedanken uns auch im Namen von Joey, dass die Arena dieses Turnier so schnell und kurzfristig auf die Beine stellen konnte“, sagte Turnierleiter Lars Klingenberg am Ende des Tages unter dem Applaus der Besucher. Dem schloss sich auch die Familie Upmeier an, die es „toll fand, was hier für Joey getan wird“. Nothvogel verwies auf sein Team, dass hervorragende Arbeit geleistet hatte und freut sich schon auf das nächste Turnier für Joey. Das planen Nothvogel und Klingenberg für den Oktober: „Am 3. und 4. Oktober gibt es hier dann ein D-Jugend-Turnier mit 24 Mannschaften.“ Die Anmeldung dazu ist ab Ostern per E-Mail an wirhelfenjoey [at] yahoo [dot] de möglich.

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