Info-Tafeln an Gedenksteinen angebracht

17. August 2015 @

Die Gruppe Sehnde im Heimatbund Niedersachen hat am Freitagnachmittag zwei Info-Tafeln an den Gedenksteinen für die ehemaligen Ortschaften Soerßen und Klein Sehnde angebracht. Die Tafeln waren noch von der damaligen Vorsitzenden Sehndes, Hannelore Verhoef, initiiert worden, nachdem vor drei Jahren die Steine gesetzt worden waren. Die Tafeln wurden nun vom Heimatbund im Beisein der Sehnder Ortsbürgermeisterin Regine Höft , dem Vorsitzenden des Heimatbundes Heinz-Siegfried Strelow und der Sponsoren, vertreten durch Heinz Hilberg von Drainverband und Hartmut Völksen von der Jagdgenossenschaft angebracht.

Nun ist der Gedenkstein komplett, freuen sich Heinz-Siegfried Strelow, Regine Höft, Hartmut Völksen (v.re.) und Heinz Hilberg (vo.) - Foto: JPH

Nun ist der Gedenkstein komplett, freuen sich Heinz-Siegfried Strelow, Regine Höft, Hartmut Völksen (v.re.) und Heinz Hilberg (vo.) – Foto: JPH

Die jetzigen Info-Tafeln erklären laut Heinz-Siegfried Strelow, amtierender Vorsitzender der Sehnder Gruppe, dem interessierten Besucher den Namen der ehemaligen Ortschaften und ihren Hintergrund. So bedeutet beispielweise das altniederdeutsche „sör“ (sauer) nach heutigem Verständnis „nass“ oder „sumpfig“. Der Gedenkstein für die verschwundene Ortschaft Soerßen befindet am Weg hinter dem Gelände der Keramischen Hütte zum Kanal. Dort ist eine Fläche, die der evangelischen Kirchengemeinde Sehnde gehört und auf der neben dem Gedenkstein auch die Bäume der Konfirmandenjahrgänge gepflanzt werden. Zudem lädt eine Bank die Wanderer zum Verweilen ein. Wie auch schon die Gedenksteine, so wurden auch die Info-Tafeln vom Heimatbund, dem Drainverband Sehnde und der Jagdgenossenschaft Sehnde-Gretenberg gesponsert.

Mit zusätzlichen Infomationen wird die Vergangenheit wieder lebendig - Foto: JPH

Mit zusätzlichen Infomationen wird die Vergangenheit wieder lebendig – Foto: JPH

Jetzt erfährt der Besucher unter anderem, dass im Jahr 1360 dort die Ortschaft Sottessen erstmals als Siedlung erwähnt wurde, die wohl im 15. Jahrhundert aufgegeben worden ist. Dabei blickt der Gast vom „Sörßenberg“ in Richtung Rethmar. Die zweite Gedenktafel für die Ortschaft Klein Sehnde wurde am Gedenkstein bei Gretenberg südlich von Sehnde auf halbem Weg zwischen Bolzum und Gretenberg angebracht. Der Ort wurde 1274 erstmals als „Minori Senethe“ in einer Urkunde erwähnt, erfährt der Rastende dort. Mit Anbringung der Tafeln ist nun die Informationsarbeit der Gruppe Sehnde des Heimatbundes an diesen beiden Orten komplettiert worden.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.