Igel „on the run“

12. Juni 2015 @

Jetzt hört man sie wieder schnaufen, als ob alles Schwerarbeit wäre: Die Igel ziehen nun wieder durch Gärten und Wiesen, aber leider auch über Straßen. Die kleinen dämmerungs- und nachtaktiven Tiere haben jetzt den Wurf hinter sich und gehen mit ihren Familien oder allein auf Nahrungssuche. Allein sind dabei zuerst immer die Männchen unterwegs, während sich die Igeldamen noch um den Nachwuchs kümmern; nach etwa sechs bis acht Wochen werden sie entwöhnt.

Der Braunbrustigel ist der häufigste Stachelträger in unseren Breiten – Foto: PAH

Der Braunbrustigel ist der häufigste Stachelträger in unseren Breiten – Foto: PAH

Igel sind eigentlich nämlich Einzelgänger, was sich schnell bemerkbar macht, wenn sie sich im Garten begegnen. Dann schnaufen sie sich lauthals an und loten aus, wer wohl die besseren Karten hat. Will man die stachligen Begleiter, die sich schnell an Menschen gewöhnen können, im Garten halten, gibt es Igelfutter, das besonders in den Herbstmonaten den Stachelträgern das anfuttern von Winterspeck für den Winterschlaf erleichtert. Besonders die jungen Igel sind gefährdet, denn ihre „Fresszeit“ ist im ersten Jahr relativ kurz. Igel zu halten kann sich besonders dann lohnen, wenn man unter vielen Nacktschnecken zu leiden hat, die die Pflanzen abfressen. Interessant kann es auch sein, „seinem“ Igel ein Winterquartier anzubieten. Einfache Bauanleitungen gibt es im Internet.

Für Autofahrer gilt ab jetzt wieder: Igel sind keine Schnell-Läufer. Bei Gefahr rollen sie sich zusammen und wehren mit ihren bis zu 8000 Stacheln den Gegner ab. Klappt allerdings nicht beim Auto – dabei wird leider nicht einmal der Reifen zerstochen, wenn man den kleinen Insektenfresser überrollt. Also bitte aufpassen – heißt ab jetzt die Devise.

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