Hunde wieder anleinen: Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit beginnt

1. April 2015 @

In der Zeit vom 1. April bis 15. Juli, der sogenannten Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit, dürfen Hunde im Wald, in der freien Landschaft und in naturbelassenen Anlagen nur an der Leine geführt werden.

Der Gesetzgeber hat in Paragraph 33 des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung festgelegt, dass Hunde in Niedersachsen in der Zeit vom 1. April bis einschließlich 15. Juli in der freien Landschaft an der Leine zu führen sind. Der Leinenzwang gilt nicht, wenn die Hunde zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungshunde oder von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz, der Bundeswehr oder dem Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind.

Aus dem Haus nur noch an der Leine - Foto: siepmannH/ Pixelio

Aus dem Haus nur noch an der Leine – Foto: siepmannH/ Pixelio

Die freie Landschaft besteht aus den Flächen des Waldes und der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen. Bestandteile dieser Flächen sind auch die dazugehörigen Wege und Gewässer.

Bitte berücksichtigen Sie, dass Wild bereits auf große Entfernungen sensibel auf Hunde reagiert. Diese strömen einen gewissen „Raubtiergeruch“ aus und stören bereits durch normales Herumschnüffeln am Wegesrand brütende Vögel, wie Fasane, Rebhühner und Enten. Hatte ein Hund erst einmal seine Nase am Gelege oder am Jungwild, ist dies meist verloren, weil es die Elterntiere nicht mehr annehmen.

Im Zweifel muss jeder Hundehalter „der Natur den Vorzug“ einräumen. Dadurch werden frei lebende Tiere geschützt, deren Bestände durch vielfältige Formen der Landnutzung, gerade auch durch Erholungssuchende, zurückgehen. Bei Zuwiderhandlungen können Ordnungsgelder verhängt werden.

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