Heimatbund Sehnde zeigt Kindern die „Hänigser Teerkuhlen“

15. September 2015 @

14 kleine „Ölprinzen“ hatten sich zu einer besonderen Ferienpassaktion der Sehnder Gruppe des Heimatbundes Niedersachsen angemeldet: Es ging zu den „Hänigser Teerkuhlen“. Dort betreibt die Hänigser Heimatbundgruppe auf dem Kuhlenberg ein kleines Freilichtmuseum zur Geschichte der örtlichen Ölförderung. So wurden den Kindern dort alte Bohrtürme und Pumpanlagen fachmännisch erklärt.

Am Ende des Besuches bei den Heimatkundlern (hi.li.) wußten die Kinder viel über das Erdöl in Hänigsen - Foto: Heimatbund

Am Ende des Besuches bei den Heimatkundlern (hi.li.) wußten die Kinder viel über das Erdöl in Hänigsen – Foto: Heimatbund

Die „Hänigser Teerkuhlen“ wurden 1546 erstmalig in einem geologischen Fachbuch erwähnt. Es handelt sich damit um eines der ältesten urkundlich erwähnten Erdölvorkommen in Norddeutschland. Aus den zwei bis drei Meter tiefen Gruben trat es als dickflüssiges Erdöl – auch „Teer“ genannt – auf natürlichem Weg zu Tage. Hier wurde es von „Teerkerlen“, den Mitarbeitern der Anlagen, abgeschöpft und verkauft als Wagenschmiere, aber auch als Heilmittel für Mensch und Tier.

„Das Öl-Abschöpfen an einer noch erhaltenen Teergrube interessierte die Sehnder Kinder ganz besonders. Unter Aufsicht von Hermann Kindel durften sie deshalb auch an das mit einem Sperrgitter gesicherte Teerloch herantreten“, so der Vorsitzenden Heinz-Siegfried Strelow.

Im Anschluss an die Führung gab es für die kleinen Besucher von den Sehnder Heimatbündlern um Ursula Ostmann noch einen Grill-Nachmittag. Und nach den leckeren Bratwürsten tollten die neun- bis zwölfjährigen Jungen und Mädchen noch auf dem idyllischen Grüngelände des Kuhlenberges herum, bevor sie schließlich mit dem Kleinbus wieder nach Sehnde fuhren.

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