Haimar gewinnt „Heinrich-Hüsich-Pokal“ – und behält ihn gleich

18. Mai 2015 @

Am vergangenen Sonnabend wurde der Wettkampf der Sehnder Feuerwehren um den Heinrich-Hüsich-Pokal in Wassel ausgetragen – und das zum letzten Mal. Denn nachdem er 15 Mal heiß umkämpft war, so die Wettkampfbedingungen, verbleibt der Pokal endgültig bei der Wehr, die ihn am meisten gewonnen hat. Darauf durften zu Wettkampfbeginn drei Kandidaten hoffen: Die Ortswehr aus Haimar (viermal gewonnen), Wehmingen und Dolgen (jeweils dreimal Sieger). Sollte eine dieser Mannschaften den Pokal erneut erringen, würde er dort dauerhaft verbleiben. Jeder andere Sieger würde den Pokal nach Haimar schicken. Eine spannende Ausgangsbasis für den letzten Wettkampf also.

Am Ende auf dem sechsten Platz, die Wettkampfgruppe aus Klein Lobke – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Am Ende auf dem sechsten Platz: die Wettkampfgruppe aus Klein Lobke – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

„Wir sind die letzten, die diesen Pokalwettbewerb ausrichten dürften“, so Wassels Ortsbrandmeister Karsten Gurkasch, wo sich die Ortsfeuerwehren der Stadt Sehnde trafen, um letztmalig den Wettstreit um den „Heinrich Hüsich Pokal“ auszufechten.

Gurkasch und sein Stellvertreter Chris Rühmkorf begrüßten die 13 teilnehmenden Gruppen um 13.30 Uhr vor dem Feuerwehrhaus in Wassel. Einzig Höver hatte passen müssen wegen anderweitiger Verpflichtungen; dafür war Rethmar mit zwei Mannschaften gekommen. Als gastgebende Wehr eröffneten die Wassler dann auch den Wettbewerb, den sieben Schiedsrichter unter Leitung von Ekkehard Finger aus Bolzum und ein Auswerter benoteten. Bei dem Wettkampf geht es um eine möglichst geringe Fehlerquote gepaart mit Schnelligkeit beim Verlegen der Schläuche und die Herstellung der Wasserversorgung aus einer offenen Entnahmestelle waren die
entscheidenden Kriterien. Dann mussten die drei Trupps noch je einen Eimer von einer Leiter „schießen“, weshalb der Wettbewerb intern als „Eimerspiele“ bezeichnet wurden.

Die diesjährige Siegergruppe aus Haimar nahm den Pokal auch gleich dauerhaft mit – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Die diesjährige Siegergruppe aus Haimar nahm den Pokal auch gleich dauerhaft mit – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Während die Erwachsenen um den Pokal kämpften, konnten die Familien sich bei gutem Wetter am Getränkestand, bei Kaffee und Kuchen und Grillwaren gütlich tun – und die Kinder die Hüpfburg bevölkern, sich schminken lassen und auf Dosen werfen. Ein Familienfest zum Abschluss der Hüsich-Wettkämpfe hatte die Ortsfeuerwehr Wassel organisiert.

Gegen 18 Uhr, die Spannung hatte den Höhepunkt erreicht, fiel das Urteil: Nur 45,90 Sekunden benötigte die Gruppe aus Haimar, um erneut den ersten Platz zu erreichen. Damit sicherte sie sich den „Heinrich-Hüsich-Pokal“ dauerhaft mit ihrem fünften Sieg. Den zweiten Platz errang einer der ärgsten Konkurrenten, die Wettbewerbsgruppe aus Dolgen mit 49,20 Sekunden. Ihr folgte Rethmar 2 auf Platz drei mit 50,60 Sekunden. Der dritte Anwärter auf den Verbleib, die Ortswehr von Wehmingen, errang dieses Mal den neunten Platz. Offensichtlich hatte sich die Ortswehr aus Wassel zu sehr mit der Organisation strapaziert, denn die guten Gastgeber landeten dieses Mal mit 59,90 Sekunden auf dem Platz 13.

Für Unterhaltung sorgte unter anderem der Feuerwehrmusikzug Wassel - Foto: JPH

Für Unterhaltung sorgte unter anderem der Feuerwehrmusikzug Wassel – Foto: JPH

Stadtbrandmeister Jochen Köpfer gratulierte allen Wehren zu ihrem Erfolg und lobte ganz besonders den reibungslosen Ablauf der Wettbewerbe. Das Führungsduo der Feuerwehr Wassel bedankte sich bei den zahlreichen Helfern, die zu der Durchführung der Wettbewerbe beigetragen hatten. Das schloss die Kinder- und Jugendfeuerwehr Wassel mit ein, die sich sehr engagiert um den „Nachwuchs aller Klassen“ gekümmert hatte.

„Besonders bedanken möchten wir uns für die Kuchen- und Tortenspenden“, so Gurkasch. Sein Dank galt auch dem hochkarätigen Schiedsrichterteam und der musikalischen Unterhaltung durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wassel. Der Hüsich-Pokal wurde insgesamt 15 Mal ausgetragen und verbleibt jetzt in Haimar,

Offen blieb an diesem Tag, ob die Stadtführung der Feuerwehr einen neuen ähnlichen Wettkampf der Ortswehren mit einem Pokal initiieren wird – aber das hat ja auch mindestens noch ein Jahr Zeit.

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