Grünflächenkataster diskutiert – Beschlussfassung vertagt

25. September 2015 @

In einer gemeinsamen Sitzung befassten sich die Fachbereichsausschüsse für Finanzen und der für Stadtentwicklung mit dem neu erstellten Grünflächenkataster für die Stadt Sehnde. Darin sind nun alle städtischen Grünflächen erfasst, die durch den Baubetriebshof (BBH) zu pflegen sind. Dieses Kataster und seine Funktionen wurden den Mitgliedern der Gremien durch den Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Godehard Kraft vorgestellt.

Godehardt Kraft (li.) trug die Details vor - Foto: JPH

Godehardt Kraft (vo. li.) trug die Details vor – Foto: JPH

Bei der Erstellung des Katasters ging es zunächst einmal um die Feststellung des Ist-Zustandes. Danach wurde die gewünschte Pflege definiert und diese dann den verfügbaren Ressourcen des BBH gegenübergestellt. Das erlaubt am Ende sowohl eine operative Steuerung der Pflege der Grünflächen, als auch die Berechnung des Bedarfs von Arbeitskräften und Arbeitsstunden. Damit erhalten der Stadtrat und die Ortsräte ein Steuerungselement zur Ermittlung unter anderem des Personalbedarfs und der Pflegeintensität.

In rot sind die neuen Pflegevorschläge dargestellt. Danach wird weniger gemäht im Jahr - Foto: JPH

In rot sind die neuen Pflegevorschläge dargestellt. Danach wird weniger gemäht im Jahr – Foto: JPH

Das Kataster besteht aus zehn Kategorien, in die die erfassten 744 städtischen Flächen mit 5000 Einzelteilen vom Baum bis zum Zierrasen eingeteilt wurden. Die einzelnen Kategorien erfordern danach unterschiedliche Pflege und unterschiedlichen Aufwand, beispielweise Spielplätze, Straßenbegleitgrün und Parkflächen sowie Naturschutzflächen. Aus dieser so erstellten Flächenübersicht errechnete die Verwaltung dann den Bedarf von rund 20 000 Arbeitsstunden pro Jahr für die rund 1 345 000 Quadratmeter Grünfläche der Stadt. Auch der Arbeitsaufwand für die unterschiedlichen Bereiche lässt sich damit nun feststellen. So umfasst die KGS ungefähr 12 000 Quadratmeter Grünfläche, aber die benötigen lediglich 143 Arbeitsstunden.

Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass sich das Kataster auch für das Beschwerdemanagement anbietet, weil jetzt schnell unterschieden werden kann, wer für die Pflege welcher Flächen zuständig ist. So sind der Dränverband für zahlreiche Gräben verantwortlich, die Stadtwerke für bestimmte Bereiche oder die Kommunale Siedlungsgesellschaft wieder für andere.

Die Ortskarten stellen die Pflegeintensität mit dem Farbschema dar - Foto: JPH

Die Ortskarten stellen die Pflegeintensität mit dem Farbschema dar – Foto: JPH

Über das Grünkataster hat der Baubetriebshof mit der Stadtverwaltung errechnet, dass die derzeitigen städtischen Flächen unter Zugrundelegung der neuen Pflegeintensität mit 12,5 Arbeitskräften die anfallenden Arbeiten erledigen kann – wenn diese nur zu den Grünflächenarbeiten eingesetzt werden.

Allerdings gab es aus den beiden Ausschüssen noch Diskussionsbedarf zur Erfassung von Bereichen, den vorgeschlagenen Arbeitsintensitäten und die Weiterentwicklung des Arbeitskräftebedarfs durch Baumaßnahmen, Veränderungen im Stadtbild und Entwickeln von baugebieten. Zudem wurden Fragen nach den Arbeitsstunden – und damit nach der Anzahl der Arbeitskräfte – nach dem alten Pflegeansatz gestellt, der durch die Präsentation noch nicht abgedeckt wurde. Außerdem waren neue Bereiche, wie die Kita Hugo-Remmert-Straße, oder die Umwidmung von Spiel- zu Bolzplätzen noch nicht eingearbeitet. Deshalb entschlossen sich die Ausschüsse einstimmig, die Entscheidung über die Vorlage zu verschieben und sie erneut in einer gemeinsamen Sitzung zu beraten, wenn die gewünschten Ergänzungen vorlägen. Damit wird die Entscheidung über das Grünflächenkataster nicht in der Ratssitzung im Oktober auf der Tagesordnung erscheinen.

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