Großes Interesse an sozialen Medien bei Sehnder Vereinen

8. Oktober 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Zu einem gut besuchten Vortrag über die Nutzung der sozialen Medien in der Vereinsarbeit hatte das Stadtmarketing Sehnde auf Anfrage der Vereine in den Sehnder Ratssaal eingeladen. Als Referent engagierte das Stadtmarketing den Lübecker Online-Journalisten Peer Hellerling. Ihn begrüßte Ulrike Dröse von der Stadtverwaltung aus dem Fachdienst Schule, Sport und Kultur ebenso, wie 35 Vertreter aus Sehnder Vereinen.

Tipps und Anregungen zur Nutzung der sozialen Medien in der Vereinsarbeit gab Peer Hellerling - Foto: JPH

Tipps und Anregungen zur Nutzung der sozialen Medien in der Vereinsarbeit gab Peer Hellerling – Foto: JPH

Hellerling stellte in seinem Vortrag zunächst die verschiedenen, für die Vereinsarbeit in Frage kommenden Medien in ihrem Aufbau vor und sprach dazu speziell über You Tube, Facebook, Twitter und Instagram – und setzte sie in Bezug zur „statischen“ Web-Seite. Auch andere Medien wurden gestreift, wie What’s App und Google +, doch die sind für die Vereinsarbeit aktuell eher nicht nutzbar, sondern bedienen den persönlichen Bereich. Rund 80 Prozent der deutschen Internet-Nutzer sind inzwischen in sozialen Medien aktiv, Niedersachsen liegt voll im bundesweiten Durchschnitt (2015). Dabei führt You Tube knapp mit 88 Prozent vor Facebook mit 87 Prozent – wobei insgesamt 69 Prozent täglich surfen, mobil und von zuhause aus.

Danach sprach der Referent über die einzelnen Vor- und Nachteile dieser Medien, voran der Platzhirsch Facebook mit 1,71 Milliarden Nutzern. Dabei kam der Interaktion große Bedeutung zu, denn so können die Vereine direkt mit ihren Mitgliedern kommunizieren, interagieren und sie in Prozesse einbinden – vom Bild bis zur Terminabstimmung. Damit ist der Dienst eigentlich der Allrounder für die Vereine, sowohl in der Information wie der Mitgliederbetreuung. Twitter fällt mit 313 Millionen Nutzern dagegen schon deutlich ab und erlaubt derzeit nur 140 Zeichen pro Nachricht. Er bietet sich aber vor allem für Sportvereine an, die von Ereignissen beispielsweise einen Liveticker betreiben wollen. You Tube, das Fernsehprogramm unter den sozialen Medien, eignet sich besonders für die Vorstellung der eigenen Arbeit des Vereins und kann beliebig in die Homepage eingebunden werden – wobei die dadurch „lebendiger“ wird. Instagram bietet sich durch statische Fotos eher für Handwerksbetriebe und Künstler an, die ihre Angebote darstellen wollen.

Erfolgreiche Netzwerke sind an Bedingungen geknüpft - Foto: PAH

Erfolgreiche Netzwerke sind an Bedingungen geknüpft – Foto: PAH

Auch über die Risiken sprach der Lübecker Journalist und wies dabei auf die Gefahren durch Urheberrechtsverletzungen hin, über inaktive Accounts und lange Reaktionszeiten, bevor er die Chancen, besonders gegenüber jungen Menschen – online-affin und informationsinteressiert – ansprach. Dabei betonte er vor allem die Notwendigkeit, die Arbeit auf mehrere Schultern in den Vereinen zu verteilen und schnell auf Nutzerkommentare einzugehen. Zum Abschluss gab es dann noch ein informatives Handout für die Besucher, die sich damit über die wesentlichsten Punkte zu den sozialen Medien für ihre zukünftige Arbeit zuhause noch einmal informieren können. Zahlreiche interessierte Fragen bildeten dann den Abschluss der eineinhalbstündigen Veranstaltung, die von allen Teilnehmern als gelungen bewertet wurde.

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