Großeinsatz der Feuerwehr in Höver: Alarmübung bei ADVEO

7. September 2015 @

Die Ortsfeuerwehr Höver ist am Freitagnachmittag zur Firma ADVEO in die Gretlade in Höver alarmiert worden. Dort hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst, woraufhin umgehend die Ortsfeuerwehr in Marsch gesetzt wurde. Dann entwickelte sich die Lage dramatisch.

Die Einsatzkräfte erkunden den Brandort - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Die Einsatzkräfte erkunden den Brandort – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Um 15.08 Uhr wurde die Feuerwehr durch die automatische Brandmeldeanlage alarmiert. Während der Anfahrt der Einsatzkräfte ging in der Regionsleitstelle zudem ein Notruf aus der Firma ein, in dem ein Feuer im Bürotrakt gemeldet wurde. Aufgrund dieser Einsatzmeldung erfolgte seitens der Leitstelle eine Erhöhung der Alarmstufe. Daraufhin setzten sich insgesamt sechs Ortsfeuerwehren sowie einige taktische Einsatzfahrzeuge zusätzlich nach Höver in Marsch.

So begann sich die von Florian Menklein ausgearbeitete Übung zu entwickeln. Nach einer Lageerkundung durch den Einsatzleiter bei ADVEO vor Ort stand fest, dass sich noch ein Mitarbeiter im Gebäude befand. Daraufhin drangen sofort Atemschutztrupps ins Haus, um die verbliebene Person zu bergen.

Die Drehleiter geht in Stellung um ein Übergreifend er flammen zu verhindern - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Die Drehleiter geht in Stellung, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Über die Drehleiter begann zugleich ein Außenangriff, um ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes Gebäude zu verhindern. Weitere Einsatzkräfte trafen zu diesem Zeitpunkt ein und bauten eine stabile Wasserversorgung auf. Die mögliche Wasserentnahmestelle lag am Feuerwehrhaus Höver. Sie wurde nun über eine Schlauchleitung mit der Einsatzstelle verbunden. Zeitweise kam es im Bereich der Ortsdurchfahrt Höver daher zu Verkehrsbehinderungen, die Gretlade wurde für die Dauer der Übung sogar voll gesperrt.

Unterstützend für den Einsatzleiter, Ralf Krause, zugleich stellvertretender Ortsbrandmeister von Höver, rückte die Einsatzleitung aus Sehnde an. Mittlerweile hatten die Atemschutztrupps die vermisste Person in der teilweisen sehr verwinkelten Bauweise des Gebäudes aufgefunden.

Auch die Atemschutztrupps hatten ihre Aufgabe, den Mitarbeiter zu finden, gelöst - Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Auch die Atemschutztrupps hatten ihre Aufgabe, den Mitarbeiter zu finden, gelöst – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Diese anspruchsvolle Einsatzübung war auf Einladung der Firma ADVEO organisiert worden. Sie hält betriebsintern einmal im Quartal eine eigene Räumungsübung ab. Dieses Mal wurde mit dieser Übung zugleich ein neues Einsatzkonzept durch die Feuerwehr erprobt. Bestehende Alarmkonzepte werden nämlich zur Zeit überarbeitet, und da kam diese Übung zur rechten Zeit. Nach zwei Stunden wurde die Übung beendet und die Aufgaben waren als gelöst bewertet.

„Positiv war der Aufbau der Wasserversorgung, um ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben“, stellte Ortsbrandmeister Markus Meyer nach der Übung fest. Schwierigkeiten bereitet die Einfahrt zur Gretlade und zeitweise das verstärkte Lastzugaufkommen in das Industriegebiet. Eine genaue detaillierte Übungsnachbesprechung soll in den jeweiligen Ortskommandos stattfinden.

Im Einsatz waren insgesamt 110 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Höver, Bilm, Wassel, Ilten, Rethmar, Müllingen-Wirringen sowie mit den taktischen Einsatzmitteln Drehleiter und Einsatzleitwagen aus Sehnde.

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