Gibt es wieder Bären in Rethmar?

28. August 2015 @

Bei einer der sieben interessanten Stationen der Waldrallye am Vorwerk Neuloh in Rethmar hatten die Jäger des Hegeringes „Das Große Freie“ unter der Leitung von Hartmut Scholz Tierpräparate in einer Waldschneise versteckt. Die galt es dann zu entdecken und zu identifizieren. Eine unter vielen spannenden Aufgaben, bei der die Jäger im Rahmen ihrer Ferienpassaktion auch heimisches Wild zeigten.

In Rethmar sagen sich Fuchs und Teddybär „Gute Nacht“ – Foto: Elisabeth Schärling

In Rethmar sagen sich Fuchs und Teddybär „Gute Nacht“ – Foto: Elisabeth Schärling

Dass sich dabei unter die heimischen Tierarten auch ein Teddybär geschmuggelt hatte, bemerkten dann doch alle der etwa 50 Kinder, die aus Lehrte und Sehnde an der Ferienpassaktion teilnahmen. Der Teddy hat dann doch nicht als „heimischer Bär“ gegolten. Dennoch konnte die Frage aus der Überschrift mit ja beantwortet werden, denn die Grünröcke und ihre Helfer hatten einen Waschbären ausgestellt, der tatsächlich in unseren Wäldern und sogar Städten inzwischen sesshaft geworden ist. Und Waschbären gehören als Kleinbären genauso zu den hundeartigen Raubtieren wie echte Bären und Marder. Aber diese Feinheiten interessierten die Kinder weniger, als die anderen Aktionen, wie das Jagdhornblasen mit Wasserschlauch und Trichter, die Jagdhundevorführungen, das Infomobil der Jägerschaft oder der Wurfstand, an dem mit Tennisbällen auf Wildschweinattrappen geworfen wurde.

Jagdaufseher Wolfgang Schmidt (links mit Weste) mit sehr zufriedenen Kindern und Helfern – Foto: Hartmut Scholz

Jagdaufseher Wolfgang Schmidt (links mit Weste) mit sehr zufriedenen Kindern und Helfern – Foto: Hartmut Scholz

Bei bestem Sommerwetter durften die Kinder am Ende noch Hotdogs (auch keine heimische Wildart) verspeisen, die viele sicherlich schon aus einem schwedischen Möbelhaus kannten. Und wie schon bei den vorherigen Veranstaltungen musste Hartmut Völksen unzählige Runden mit dem Quad drehen, damit den Kindern die Zeit bis zur Abholung durch ihre Eltern nicht zu lang wurde. Ein besonderer Dank gilt auch dieses Jahr wieder Wolfgang Schmidt, dem Jagdaufseher für das Revier am Vorwerk, der es erlaubte, das Jäger und Kinder „Unruhe“ im Revier verbreiteten.
„Das mache ich doch gerne, weil ich merke, dass es den Kindern Spaß macht und sie Interesse an unser wunderbaren Natur haben“, sagte Schmidt.

Einig waren sich alle Organisatoren und Helfer, dass die Aktion wieder mal ein Erfolg war, und die Jäger auch im nächsten Jahr eine Ferienpassaktion für Lehrte und Sehnde auf die Beine stellen werden.

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