Geschäfte in Rethmar sind wieder erreichbar: Bürger organisieren es

13. Oktober 2017 @

Die Ortschaft Rethmar ist der Beschilderung zufolge vollständig abgeriegelt. Weder von Sehnde aus noch von Evern her war den Schildern folgend eine Einfahrt für Bewohner und Kunden möglich. Das rief die in Rethmar tätigen Geschäftsleute auf den Plan, deren Kunden Termine absagten, weil sie nicht in die Ortschaft kamen.

Erst an der Triftstraße (li.) und der Gutshofstraße (re.) ist die B 65 nun komplett gesperrt – Foto: JPH

„Und das jetzt bei der sich abzeichnenden längeren Bauzeit“, sagt Mandy Fischer-Schulz, die in Rethmar eine Fußpflegepraxis betreibt. „Wir fühlten uns etwas alleingelassen.“ Deshalb fragte sie zunächst bei den örtlichen Geschäftsleuten nach und bekam ähnliche Auskünfte von Monika Geffers vom Blumenhaus Pohl und Elke Digwa vom Gutshof Rethmar. Auch der Dorfladen konnte nicht mehr angefahren werden. Und die Buslinie für den Schulbus stellte ebenso ein Problem dar. „Es war einfach eine katastrophale Beschilderung“, stellt die in Klein Lobke wohnende Geschäftsfrau fest.

Da der zuständige Sachbearbeiter der Stadt Sehnde sich im Urlaub befand, rief Fischer-Schulz im Vorzimmer von Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies an. Vor dort wurde Friedhelm Fischer von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau verständigt, der sich dann seinerseits in Rethmar meldete. Er sah ein, dass man ja weder den Betrieb einstellen könne wegen der Baustelle noch dass beispielsweise die Hochzeit im Heimatmuseum auf dem Gutshof am Freitag ausfallen solle. „Die Zusammenarbeit hat gut geklappt“, sagt Fischer-Schulz.  Zudem sprach sie auch mit dem Bauleiter vor Ort, der zusagte, die Beschilderung so zu gestalten, dass die Autos rechtmäßig wieder nach Rethmar einfahren können.

Da die Arbeiten nunmehr rund sechs Wochen länger dauern werden (siehe gesonderten SN-Bericht), kann man von Sehnde kommend bis zur Triftstraße und Gutsstraße einfahren, von Evern kommend geht es über die Straße Vor dem Dorfe in die Ortschaft – oder dort wieder hinaus. „Uns wurde zugesagt, dass die Zufahrt sowohl zur Kreuzung B 65-Triftstraße wie auch von Evern kommend dauerhaft offen bleibt – natürlich dem Bauabschnitt angepasst“, freut sich Fischer-Schulz, die eine Botschaft für alle Kunden der Geschäfte in Rethmar hat: „Wir sind wieder erreichbar!“

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