Flüchtlinge sollen mehrheitlich in Sehnde bleiben

1. November 2015 @

Die in der „Außenstelle Köthenwald“ der Landesaufnahmebehörde lebenden Flüchtlinge sollen mehrheitlich nach ihrer offiziellen Registration in Sehnde bleiben. Darauf haben sich die zuständigen Stellen jetzt verständigt und die Betroffenen werden die entsprechenden Bescheide am Ende ihres Aufnahmeverfahrens erhalten.

Eine sinnvolle Lösung wurde für die Asylbewerber aus Köthenwald gefunden - Foto: Tim Reckmann/pixelio

Eine sinnvolle Lösung wurde für die Asylbewerber aus Köthenwald gefunden – Foto: Tim Reckmann/pixelio

Zu einem diesbezüglichen Gespräch haben sich am Mittwoch die Führung der Stadt Sehnde und die Führung des Klinikums Wahrendorff getroffen, um die weiteren Modalitäten abzuklären. Zuvor hatte die Stadt Sehnde mit der Landesaufnahmebehörde die Weichen entsprechend gestellt. „Jeder der Asylbewerber kann in Sehnde bleiben, wenn er dies möchte“, sagte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke danach. „Es gibt einige wenige, die anderweitige Verbindungen haben, beispielweise Verwandte, zu denen sie wollen.“

Wichtig war in dem Gespräch, die Übernahme der etwa 95 Asylbewerber zu organisieren und die Sehnder Kapazitäten gezielt auszunutzen. So kommt es der Sehnder Verwaltung darauf an, die Neuankömmlinge gleich in die richtigen Wohnungen einzuweisen, um spätere Umzüge auszuschließen. „Es sind beispielsweise zwei größere Familien dabei, eine mit sechs Personen, eine mit neun“, so der Bürgermeister. Für sie sind erkennbar größere Wohnungen erforderlich als für Einzelpersonen. Der Verbleib der Asylbewerber aus Köthenwald ist sinnvoll, kennen sie doch in Sehnde bereits die Grundzüge des Umfeldes und müssen sich nicht neu einleben in einem unbekannten Bereich – und im Gegenzug Asylbewerber von auswärts dann in Sehnde.

„Wir freuen uns über die unbürokratische und sinnvolle Lösung durch alle Beteiligten“, meint Lehrke, „und über die gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum.“ Mit Beginn der kommenden Woche läuft die Zuweisung durch die Landesaufnahmebehörde an und in Sehnde werden danach wöchentlich zwischen 15 und 20 Personen ankommen. „Derzeit richten wir beispielsweise das ehemalige Jugendfreizeitheim Am Stadion ein und können dann dort neun Personen unterbringen“, freut sich Lehrke über den Fortschritt. „Bis Ende Januar werden wir alle Zuweisungen aus Köthenwald schließlich untergebracht haben.“ Und ab Ende Januar greift dann die neue Quote – geschätzt 550 Aufzunehmende.

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