Feuerwehren üben Zeltaufbau

7. Oktober 2015 @

Vor kurzem wurden den Sehnder Ortsfeuerwehren aus Ilten, Rethmar und Sehnde vier neue Schnelleinsatz-Zelte durch die Leitung des Klinikums Wahrendorff übergeben. Sie sind in wenigen Minuten aufgebaut und bieten dann eine überdachte, windabgeschlossenen Fläche von rund 25 Quadratmetern pro Zelt. Die Einzelzelte sind durch „Tunnel“ zu einem System zu verbinden.

Unter der Anleitung von Tobias Strach (re.) begann der Aufbau schulmäßig - Foto: JPH

Unter der Anleitung von Tobias Strach (re.) begann der Aufbau schulmäßig – Foto: JPH

Nachdem auf dem Grillfest der Feuerwehren eines dieser Zelte schon einmal als „Musterhaus“ auf die Wiese des Dorfplatzes in Köthenwald gestellt worden war (SN berichteten), haben sich jetzt die beschenkten Feuerwehren zu einer gemeinsamen Ausbildung am „Schnelleinsatz-Zelt“ unter Leitung von Tobias Strach von der Firma Feuerwehr-Shop.de in Ilten zu einer Kurzausbildung getroffen.

Schnell stand die druckluftgefüllte Tragekonstruktion - Foto: JPH

Schnell war die druckluftgefüllte Tragekonstruktion aufgebaut – Foto: JPH

„Die Zelte sind seit rund fünf Jahren auf dem Markt“, erklärt Strach bei der Ausbildung auf dem Platz vor dem Verwaltungsgebäude des Klinikums in Ilten. „Sie werden einfach ausgelegt und mit einer Druckluftflasche befüllt.. Befestigt werden sie entweder mit sand- oder wassergefüllten Gewichten.“ Alles ist in einer Tragetasche verpackt und kann in höchstens fünf Minuten aufgestellt werden. Die Zelte bieten dann aus Häusern geborgenen Personen Schutz, dienen als Verbandsplatz zur Erstversorgung, schützen Unfallstellen vor Blicken von Gaffern oder geben Einsatzkräften einen geschützten Erholungsbereich.

In nur fünf Minute standen alle vier Zelte einsatzbereit vor dem Haus - Foto: JPH

In nur fünf Minuten standen alle vier Zelte einsatzbereit vor dem Haus – Foto: JPH

Dann ging es an den Aufbau und tatsächlich waren die Feuerwehrleute in der Lage, die rund 4000 Euro pro Stück teuren Zelte aus dem Stand korrekt auszubauen. Auch der Abbau war kinderleicht: Druckluftventil auf, entlüften und zusammenlegen – dann in die Tragetasche und wieder ins Feuerwehrfahrzeug. „Das System ist beliebig erweiterbar“, erklärt Strach. „Damit können auch Kommandobereiche aufgebaut werden oder sogar zeitlich befristet Einsatzkräfte untergebracht werden.“ Die beteiligten Feuerwehrleute haben sich in dieser Ausbildung sehr schnell mit dem Auf- und Abbau vertraut machen können und die kleinen Hinweise von Strach schnell umgesetzt.

Mit diesen Zelten haben die drei Ortswehren ein System bekommen, dass einen längerdauernden Einsatz an Brand- und Unfallstellen für die Kräfte deutlich verbessern kann oder mit dem Menschen aus evakuierten Bereichen ein geschützter Platz angeboten werden kann, ohne lange größere Kräfte mit einem Aufbau binden zu müssen.

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