Fans mussten nach Schlägerei zurück nach Hannover

23. November 2015 @

Die Polizei aus Nordrhein-Westfalen meldete vom gestrigen Spiel von Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach gewalttätige Ausschreitungen auf der Bahnstation von MG-Lürrip zwischen Fans von Hannover und denen von Mönchengladbach in einem Regionalzug. Dabei hätten Fans die Notbremse gezogen und zudem die rund 40 Unterstützer der Gladbacher Mannschaft angegriffen. Die seien daraufhin flohen.

Ohne das Spiel zu sehen ging es zurück nach Hannover - Foto: JPH

Ohne das Spiel zu sehen ging es zurück nach Hannover – Foto: JPH

Allerdings sollen sich eben diese Fans zuvor eine Schlägerei geliefert haben, bei der auch Fenster des Zuges herausgetreten worden sein sollen. Die Polizei stellte die Personalien von 238 Personen fest und ermittelt wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Wer die Notbremse betätigt hat, blieb dabei offen. Im Anschluss wurden die hannoverschen Fans wieder zurück nach Niedersachsen geschickt, ohne das Spiel sehen zu können.

Dem widersprechen jetzt in einer Presseerklärung die Fan-Beauftragten von Hannover 96. Johannes Seidel und Torsten Koar führen darin aus, dass es sich bei diesem Vorfall offenbar um einen gezielten Angriff von Gladbachern gehandelt habe: “ Kurz vor dem Erreichen des Bahnhofs Lürrip wurde im Regelzug, in dem sich rund 200 Fans von Hannover 96 befanden, von einer bislang unbekannten Person die Notbremse gezogen. Nach vielen Gesprächen können wir entgegen anderer Darstellungen und Veröffentlichungen am Sonnabendnachmittag nicht bestätigen, dass dies durch einen Fan von Hannover 96 geschah. Nach Halt des Zuges wurde dieser, durch zum Teil mit Sturmhauben vermummte Randalierer, unverzüglich von außen aggressiv angegriffen. Nach vorliegenden Informationen hatte dieses Vorgehen zum Ziel, verschiedene Fanmaterialien der sich im Zug befindlichen 96-Anhänger zu entwenden. Nach unserer Beurteilung wurden die Sachbeschädigungen an den Fenstern und Türen des Regelzuges durch Gewalttaten der Angreifer von außen vorgenommen. Wir stellen zudem erleichtert fest, dass bei dem Angriff kein 96-Fan verletzt wurde.“

Sie betonen außerdem, dass das Verhalten der hannoverschen Gruppe während der Polizei-Maßnahme durchweg friedlich und vorbildlich gewesen sei. „Selbst die Information an die Fans, dass ein Besuch des Spiels an diesem Tage nicht mehr möglich ist, führte zu keinem aggressiven Verhalten“, so Koar und Seidel.

96 versichert, den Vorfall in Kooperation mit den zuständigen Behörden und den betroffenen Fans aufklären zu wollen.

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