Fahrradkennzeichnung ab sofort in Sehnde möglich

22. Mai 2015 @

Die Polizei kennzeichnet seit langem Fahrräder der Bürger, damit sie bei Diebstahl dem Besitzer wieder zugeordnet werden können. Bislang war dazu aber eine Gravur erforderlich, zu der die Polizei zu bestimmten Terminen einlud. Mit einem neuen Aufklebersystem ist das jetzt genauso sicher, aber schneller und weniger aufwendig möglich. Deshalb bietet der Kontaktbeamte (KOB) für Sehnde, Polizeikommissar Stefan Flohr, die Registrierung nun dauerhaft in Sehnde an.

POK Stefan Flohr (re.) kennzeichnet das Rad von Roland Winkler - Foto: JPH

POK Stefan Flohr (re.) kennzeichnet das Rad von Roland Winkler – Foto: JPH

„Das Fahrrad ist gerade mal zwei Wochen alt und hat einiges gekostet“, sagt Roland Winkler vor der Polizeiwache Sehnde. Gerade hat er durch den KOB einen Aufkleber auf den Rahmen seines neuen E-Bikes angebracht bekommen. „Ich bin einfach hingefahren zu Herrn Flohr, um zu fragen wie das geht. Und schon haben wir das gemacht, unkompliziert und schnell. Und nun ist alles gesichert“, fügt Winkler hinzu. An seinem schwarzen Rad klebt nun ein weißer Aufkleber mit der Registrierungsnummer. Sie beginnt mit 00- und hat danach vier Ziffern.

„Der Aufkleber ist mit einem Spezialklebstoff versehen, der schwer abzulösen ist“, erläutert Flohr das neue System. „Unter dieser Nummer ist das Fahrrad nun im Polizeicomputersystem von überall abzurufen, falls es mal außerhalb Sehndes auftaucht.“ Dazu bekommt der Eigentümer noch einen Registrierungsbogen, den er bei einem Verkauf des Rades dem Käufer übergibt. Der informiert dann einfach die Polizei, die den Datensatz dann updatet – und schon ist alles erledigt.

Ein weißer Aufkleber kommt auf das Rad - das war's - Foto: JPH

Ein weißer Aufkleber kommt auf das Rad – das war’s – Foto: JPH

„In Sehnde wurden schon fünf Räder auf diese schnelle Weise registriert“, so Flohr. „Aufkleber sind genügend vorhanden, so dass es mit der Erfassung sehr schnell geht. Mitzubringen ist nur der Personalausweis und ein Eigentumsnachweis. Das kann der Fahrradpass sein, besser aber der Kaufbeleg.“

Aber von einem kann die Registrierung nicht befreien: „Zum Fahrrad gehört immer ein stabiles Schloss, keines für ein paar Euro vom Discounter. Das ist schnell geknackt“, so bestätigen Winkler und Flohr.

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