Evangelischer Frauenkreis informiert sich übers „Große Freie“

18. Mai 2015 @

Der Gesprächskreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sehnde hat sich vergangene Woche über die Geschichte des „Großen Freien“ informiert. Dazu konnte dessen Leiterin Brigitte Grosskopf als Referenten Heinz-Siegfried Strelow, Vorsitzender des Heimatbundes Niedersachsen, begrüßen.

Die Freienfahne von 1863 im Regional-Museum – Foto: Regionalmuseum

Die Freienfahne von 1863 im Regional-Museum – Foto: Regionalmuseum

Strelow stellte in seinem Vortrag zunächst die territoriale Geschichte des „Großen Freien“ vor, zu dem 14 Ortsteile aus dem Gebiet Sehndes, Lehrtes, Hannovers und Hohenhameln gehörten. Diese Ortschaften waren in dem Amt Ilten zusammengefasst. 1671 wurde zudem mit Laatzen und den heutigen hannoverschen Stadtteilen Döhren und Wülfel das „Kleine Freie“ abgetrennt. Die „Freien“, insgesamt 565 bäuerliche Reihestellenbesitzer in diesen Dörfern, besaßen traditionell besondere Privilegien. So beispielswesie die eigene niedere Gerichtsbarkeit, Niederlassungs- und Handelsfreiheiten, die Befreiung vom Militärdienst und das freie Jagdrecht im Kolshorner Moor.

Zu diesen Sonderrechten seien die Freien laut einer Sage dadurch gekommen, dass sie einen welfischen Herzog vor spanischen Verfolgern im Ahltener Wald gerettet hatten. Mit dieser Sage leitete Strelow zum zweiten Teil des Vortrages über, nämlich zu einer Filmvorführung über „Sagenhafte Orte rund um Sehnde“. Dieser für das Regionalmuseum Sehnde produzierte Film lässt an verschiedenen Orten sagenhafte Geschichten wieder lebendig werden, zum Beispiel die vom kopflosen Reiter in Evern, dem untergegangenen Dorf Gilgen bei Haimar oder dem Schwedenweg im Bockmerholz.

Abschließend lud Strelow den Frauen-Gesprächskreis dazu ein, in einer Sonderführung das Regionalmuseum auf Gut Rethmar zu besichtigen. Ein Termin dazu wird noch festgelegt.

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