Erweiterung des Feuerwehrhauses Wassel wird notwendig

7. März 2017 @

Die Ortsfeuerwehr Wassel hatte für vergangenen Freitag zu ihrer Jahreshauptversammlung ab. Hierzu begrüßte Ortsbrandmeister Karsten Gurkasch zahlreiche Kameraden, aber auch Gäste aus Politik und Verwaltung sowie eine Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Wahlitz in Sachsen-Anhalt. In seinem Jahresbericht zog er dann eine positive Bilanz des zurückliegenden Jahres. Derzeit sind 42 Mitglieder in der Einsatzabteilung aktiv, 21 in der Altersabteilung und weitere 21 Musiker unterstützen den Feuerwehrmusikzug. Zusätzlich sind zehn Mitglieder in der Jugendfeuerwehr  und 12 Kinder in der Kinderfeuerwehr der Ortsfeuerwehr.

Mit elf Einsätzen gegenüber 13 im Vorjahr war 2016 ein durchschnittliches Feuerwehrjahr. Die Mitglieder hatten dabei nur außerhalb der Ortschaft mit Einsätzen zu tun. Dazu zählte natürlich der Turnhallenbrand, bei dem 16 Einsatzkräfte aus Wassel sieben Stunden vor Ort waren. Ein Unwettereinsatz in Sehnde forderte die Einsatzkräfte erneut. Zu einem schweren Verkehrsunfall wurde die Ortsfeuerwehr am 7. April 2016 auf die Bundesstraße 443 in den Müllinger Wald gerufen.

Die Geehrten und Beförderten mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Chris Rühmkorf (hi.li.) und dem Ortsbrandmeister Karsten Gurkasch (hi.re.) in der hinteren Reihe Andreas Rahlves, Hans Joachim Lächel, Guido Frontzek und Gerhard Gellermann (v.li.), in der vorderen Reihe Christoph Möller, Philine Stradtmann, Marcel Stolze, Friedrich Wilhelm Dohrs sowie dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Diethelm Huch (v.li.) – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Gurkasch sprach auch die aktuelle Platzsituation im Feuerwehrhaus an. Das müsste erweitert und energetisch saniert werden. Die fehlenden Umkleidemöglichkeiten für Frauen sind nicht mehr zeitgemäß, denn es gibt da noch keine Trennung: So stehen die Frauen wie die Männer in der Fahrzeughalle und müssen sich dort vor und nach dem Einsatz umziehen. Und da die Feuerwehrwelt sich positiver denn je gegenüber der Frauenwelt öffnet, sind in Wassel bereits 20 Prozent der Mitglieder weiblich. Falls die Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr so weitergehen wie bisher, werden es 2018 sogar 30 Prozent sein. Obwohl die derzeitige Personalsituation als sehr erfreulich zu bewerten ist, stehen für die 42 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr darüberhinaus nicht ausreichend Spinde zur Verfügung.

Außerdem fehlt es der Feuerwehr an einem Jugendraum und auch an Lagerräumen für die Jugendarbeit. So muss das Material beispielweise für die Brandschutzerziehung in Schulen und Kitas bei den Betreuern zuhause gelagert werden. Für den Übungsabend des Musikzuges wurde erfreulicherweise durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wassel für weitere zehn Jahre die Sporthalle des MTV Wassel angemietet. So ist zumindest dafür ein Übungsraum vorhanden.

Es fehlt aber auch ein geeignetes Transportfahrzeug für die Ortsfeuerwehr. Ein Mannschaftstransportfahrzeug oder ein Jugendfeuerwehrmobil wäre wünschenswert. Zurzeit wird mit nachbarschaftlichen Ortsfeuerwehren immer ein Fahrdienst für die Jugendarbeit oder die Feuerwehrmusikern organisiert. 95 Prozent der Fahrten, nicht nur für die Jugendfeuerwehr, werden aber trotzdem mit den Privatfahrzeugen der Mitglieder und Betreuer absolviert. „Wir würden uns über ein Fahrzeug freuen, denn wir haben hier eine starke Einsatzabteilung, Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie den Musikzug“, sagte Gurkasch der Versammlung. Das Feuerwehrhaus wurde 2016 durch die Mitglieder renoviert und eine neue Küche wurde in Betrieb genommen. Weiterhin hat der Bauhofbetriebshof der Stadt Sehnde den Schulungsraum mit Schallschutzplatten ausgestattet.

Musikzugführer Fritz Rathmann berichtete aus dem Veranstaltungsgeschehen 2016. So waren es wieder etliche Termine für den Feuerwehrmusikzug, der die Ortsfeuerwehren auf zahlreichen Veranstaltungen in der Region repräsentiert hatte. Das Highlight des Jahres war dabei der Laternenumzug im Tiergarten Hannover, so Rathmann. Verstärkt muss aber für neue Mitglieder für den Musikzug geworben werden. Manch ein Mitglied geht auf die 70 Jahre zu, wodurch die Auftritte immer schwieriger werden. Eine tadellos geführte Kasse attestierten die Kassenprüfer Steffen Bartelt und Marc Schmidt danach. Zum neuen Kassenprüfer wurden Heiko Aselmann gewählt.

Beförderung und Ehrungen gab es auch wieder für der Wasseler Feuerwehr. Befördert wurden aufgrund von Dienstzeit und Lehrgängen Christoph Möller, Marcel Stolze und Philine Stradtmann zu Feuerwehrmännern und -frau. Über eine Beförderung zum Oberlöschmeister freute sich Andreas Rahlves. Geehrt für 40-jährige fördernde Mitgliedschaft wurde Guido Frontzek und für langjährige Mitgliedschaft erhielten Hans-Joachim Lächel (40 Jahre), Gerhard Gellermann und Friedrich-Wilhelm Dohrs (50 Jahre) und, nach der Versammlung im privaten Umfeld, für 70-jährige Mitgliedschaft Reinhold Rahlves einen Auszeichnung vom Landesfeuerwehrverband. In gemütlicher Runde klang die Versammlung dann aus.

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