„Entlastung der Eltern erforderlich“ fordert Sehnder SPD

30. Mai 2015 @

Die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sehnde haben in ihrer Sitzung am 28. Mai über die Auswirkungen des aktuellen Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst im Bereich der Stadt Sehnde beraten. Viele Eltern haben sich in den letzten Tagen per E-Mail, telefonisch oder im direkten Gespräch an die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sehnde gewandt und ihre durch den Streik der Erzieherinnen und Erzieher eingetretene problematische Situation im Zusammenhang mit der notwendigen Betreuung ihres Kindes dargestellt.

„Wir erkennen ausdrücklich die ausgezeichnete Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher in unseren Kindertagesstätten an“, so Olaf Kruse, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Aber unter diesem Streik leiden insbesondere die Kinder. Durch die aktuelle Betreuung in Notgruppen, die in der Regel leider nicht in dem ihnen vertrauten Umfeld und von dem ihnen bekannten Stammpersonal erfolgt, müssen sie sich täglich auf eine veränderte Situation einstellen. Dies verlangt ihnen viel ab.“

Olaf Kruse

Olaf Kruse und die SP sprechen sich für Gebührenrückerstattung aus – Foto: SPD

Die SPD hebt weiter hervor: Dieser Tarifkonflikt darf nicht weiter auf dem Rücken von Kindern und Eltern ausgetragen werden. Die zeitlichen Ressourcen der berufstätigen Eltern sind durch die Sicherstellung einer Betreuung ihres Kindes weitestgehend oder bereits in vollem Umfang ausgeschöpft. Wir begrüßen daher die von den Tarifpartnern angekündigte Rückkehr an den Verhandlungstisch und hoffen auf eine zeitnahe Beendigung des Streiks.

Zum weiteren Vorgehen bezüglich der Gebührenzahlungen hat die SPD-Fraktion einstimmig beschlossen, im Rat der Stadt Sehnde zu beantragen, dass
– der Bürgermeister bezüglich des Betreuungsangebots in Notgruppen alle Möglichkeiten ausschöpft, mit dem nicht streikenden Personal ein Maximalangebot an Betreuungsplätzen zu organisieren mit dem Ziel, möglichst allen Eltern, die einen solchen Platz beantragt haben, diesen auch zur Verfügung stellen zu können.
– Mit den nicht vom Streik betroffenen (z. B. kirchlichen) Betreuungseinrichtungen im Stadtgebiet Sehnde soll Kontakt aufgenommen werden um zu klären, ob hier aktuell
nicht genutzte Betreuungsplätze belegt werden können oder dort eine vorübergehende Aufstockung der Betreuungsplätze erfolgen kann.
– der Bürgermeister eine Beschlussvorlage erarbeitet, in der eine unbürokratische Erstattung der von Eltern gezahlten Gebühren im Rahmen der Gebührensatzung Kindertagesstätten der Stadt Sehnde zeitnah nach Beendigung dieses Streiks geregelt wird.

Eine Änderung der aktuellen Gebührensatzung ist hierfür nach Ansicht der SPD nicht erforderlich. „Wir hoffen, im Interesse der betroffenen Kinder und Eltern hierfür eine Mehrheit im Rat zu finden“, so Kruse. „Der Anteil an der Finanzierung der Betreuung in den Kindertagesstätten der Stadt Sehnde durch die von Eltern zu zahlenden Gebühren beträgt zurzeit zirka 25 Prozent und bedarf somit eines Zuschusses durch Land und Kommune in Höhe von rund 75 Prozent. Dennoch halten wir in dieser Ausnahmesituation eine Erstattung für gerechtfertigt.“

Lesen Sie dazu auch die Absichtserklärung der CDU.

Anzeige

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.