Eine Ära endet in Sehnde

22. September 2015 @

Eine Ära ist in Sehnde fast vollkommen unbeachtet gestern zuende gegangen: Die Fußgängerzone in Sehnde, die Mittelstraße, ist ein „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ geworden. Seit gestern Morgen 11 Uhr wird der Autofahrer an der Einfahrt von der B 65 mit einer Kombination von drei kleineren Schildern auf die nun geltenden neuen Verkehrsregeln hingewiesen. Damit folgt die Stadt Sehnde den Empfehlungen der verschiedenen Studien zur Mittelstraße und dem Zentrum Sehndes, aber auch dem Beschluss des Ortsrates. In Anwesenheit des stellvertretenden Ortsbürgermeisters Hartmut Völksen, der Stadtmanagerin Ines Raulf und Bauhof-Leiter Steffen Bartels wurde jetzt die erste, durch den Bauhof selbst gebaute Schilderbrücke eingesetzt.

Schild

Danny Helm, Heinrich Busch, Detlef Müller und Steffen Bartelt haben die neue Schilderbrücke installiert und geprüft – Foto: JPH

Eigentlich war die über 20 Jahre existierende Fußgängerzone juristisch und verkehrsrechtlich als verkehrsberuhigter Bereich „Spielstraße“ falsch, denn hier spielten zu keinem Zeitpunkt Kinder auf der Straße. Damit war die einzige Lösung, die Umwandlung in einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, vorgegeben. Nun darf dort eine Maximalgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde gefahren werden, das Parken ist nur innerhalb der gekennzeichneten Flächen erlaubt, ohne dass diese einzeln ausgeschildert werden müssten, und ansonsten besteht Parkverbot. Folgerichtig werden die einzelnen Parkplatzkennzeichnungen entfernt, was den Schilderwald in der Straße deutlich ausdünnt. Lediglich der Behindertenparkplatz vor der Sonnenapotheke bleibt erhalten. Im Übrigen dürfen mobilitätseingeschränkte Personen überall in der Straße parken, müssen aber ihren amtlichen Ausweis ins Autofenster legen.

Die ersten drei Pflanzkübel bleiben zunächst stehen - Foto: JPH

Die ersten drei Pflanzkübel bleiben zunächst stehen – Foto: JPH

Drei von den neuen Schilderbrücken werden die neue Verkehrszone ausschildern. Jeweils eine an der Einfahrt von der B 65, an der Zufahrt zwischen Volksbank und Rossmann und am Übergang zum Großen Freien. „Dabei bleibt das Linksabbiegen von der B 65 aus Richtung Rethmar weiterhin verboten“, darauf weist Stadtmanagerin Ines Raulf ausdrücklich hin. „Insgesamt fallen durch die Neuregelung acht Schilder in der Mittelstraße weg“, fügt sie hinzu.

Die Einbahnstraße allerdings bleibt erhalten - Foto: JPH

Die Einbahnstraße allerdings bleibt erhalten – Foto: JPH

Für dieses Jahr sind noch zwei weitere Maßnahmen aus dem Katalog von CIMA und Arbeitskreis Mittelstraße vorgesehen. „Bis zum Oktoberfest wollen wir noch zwei Bänke und neue Papierkörbe vor Rossmann und gegenüber aufstellen“, so Raulf. Und die Mehrzahl der Pflanzringe werden entfernt. Lediglich die drei ersten an der Einfahrt von der B 65 kommend bleiben zunächst erhalten. Die aber werden durch die Firma Schrader, dem Eigentümer der Ringe, neu gestrichen.

„Weiterhin wird es jedes Jahr rund 10 000 Euro im Haushalt für die Verbesserung der Mittelstraße geben“, versichert Raulf. Davon sollen dann 2016 unter anderem ein einfaches Park-Leit-System und Spielgeräte auf dem Marktplatz installiert werden. Zudem ist dann eine leichte Aufpflasterung zur Geschwindigkeitsbeschränkung geplant. Es geht also schrittweise weiter voran mit „dem Herz von Sehnde“.

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