Ehrungen beim Neujahrsempfang mit „Spontan-Applaus“

31. Januar 2017 @

„Wie arm wäre Deutschland, wie arm wäre Sehnde  ohne das Ehrenamt? Hätten wir keine ehrenamtlich tätigen Mitmenschen, würden sich unkomplizierte Hilfe, zwischenmenschliche Wärme und unzählige Freizeitangebote auf ein Minimum reduzieren“, mit diesen Worten leitete der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke  am Freitagabend im Forum der KGS die jährliche Ehrung verdienter Bürger ein.

Alle Geehrten freuten sich über ihre Auszeichnung durch die Stadt Sehnde – Foto: JPH

Die Einsatzgebiete dieser Ehrenamtlichen sind vielfältig und befinden sich in fast allen Lebensbereichen. Sie pflegen und betreuen Angehörige und pflegebedürftige Menschen, trainieren die Jugend beim Sport, geben Nachhilfe- und Sprachunterricht, sind Elternsprecher, gehen mit Senioren spazieren, sammeln und verteilen Kleidung und Nahrungsmittel, betreuen junge Menschen und organisieren Veranstaltungen, die Liste der Tätigkeiten ist fast unendlich…

Für ihr bürgerschaftliches Engagement wurden in diesem Jahr Jutta Germis, Heike Reineke-Busse, Detlef Busse, Sabine John, Frauke Berger, Beate Weihrauch, Jens Weihrauch, Christian Söchtig und Andreas Janizki beim Neujahrsempfang ausgezeichnet.

Jutta Germis ist seit über 40 Jahren ehrenamtlich und unentgeltlich als rechtliche Betreuerin tätig. Momentan ist sie für rund 40 Bewohner des Klinikums Wahrendorff aktiv. Die Gesamtzahl der im Laufe der letzten 40 Jahre geführten Betreuungen beträgt ein Vielfaches. Germis regelt für die Betreuten alle rechtlichen Angelegenheiten, verwaltet deren Geld, kümmert sich um Anträge bei Behörden und vieles mehr. Darüber hinaus ist sie zumeist auch für die Vertretung in Gesundheitsangelegenheiten bestellt, das heißt sie führt mit den Betroffenen oder für die Betroffenen die Arztgespräche und muss häufig auch über Behandlungen und Operationen entscheiden.

Heike Reineke-Busse und ihr Mann Detlef Busse haben vor drei Jahren den Bürgerabend des SG Höver ins Leben gerufen. Dieser findet jeden 1. Freitag im Monat im Schützenheim Höver statt und steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern offen. Es werden jeweils wechselnde Programmpunkte angeboten und bei schönem Wetter findet es auch als Outdoor-Veranstaltung statt. Einwohner aus Höver und den angrenzenden Ortsteilen im Alter zwischen zwei bis 90 Jahren nehmen an diesem Treffen regelmäßig teil. Was mit 12 bis 15 Teilnehmer begonnen hat, erfreut sich wachsender Beliebtheit – mittlerweile kommen regelmäßig 50 bis 60 Personen.

Beim anschließenden Empfang wurde auch noch viel übers Ehrenamt gesprochen – Foto: JPH

Das ehrenamtliche Team des Ferienzeltlagers Röderhof wird hier vertreten durch Sabine John, Frauke Berger, Beate Weihrauch, Jens Weihrauch, Christian Söchtig und  Andreas Janizki. Das Ferienzeltlager der römisch-katholische Kirchengemeinde ist in Sehnde seit über 50 Jahren eine konfessionell übergreifende Institution, die ganze Generationen jungen Menschen in Sehnde begeistert und geprägt hat. Rund 100 Kinder und Jugendliche nehmen regelmäßig am zweiwöchigen Ferienzeltlager, dem  „Röder“, teil.

Das gesamte Team  mit Lagerleitung, Küchencrew, Betreuerinnen und Betreuer agieren mit einer großen Ernsthaftigkeit und im Bewusstsein der Verantwortung für die teilnehmenden  Kinder und Jugendlichen. Hier werden Integration, Teamfähigkeit, Verantwortung und Werte ganz selbstverständlich gelebt und vermittelt. Ältere Teilnehmer werden an die Betreuung der jüngeren spielerisch herangeführt und dann mit vertiefenden Seminaren und dem Erwerb der Jugendleiterin-Card für zukünftige Aufgaben im Team ausgebildet.

Bei der Auszeichnung der Familie Busse gab es von den anwesenden Höveranern sogar spontanen Applaus, was die besondere Bedeutung ihrer Initiative für den Ortsteil zeigt. Detlef Busse rief dann auch alle Sehnder auf, sich in die Gemeinschaft einzubringen und nicht in den Anstrengungen in ihrem Ehrenamt nachzulassen.

Alle Ausgezeichneten erhielten vom Bürgermeister mit Unterstützung seines Vertreters Hartmut Völksen eine Urkunde und einen Blumenstrauß. Tatsächlich stehen die Geehrten auch für die vielen bis jetzt unbenannten Ehrenamtlichen der Stadt, was Lehrke dann auch in seinem Schlusswort zusammenfasste: „Ich danke allen ehrenamtlich Tätigen, die hier in Sehnde individuell ihren Beitrag zum Allgemeinwohl leisten: Ihre Arbeit ist unverzichtbar und bereichert unser Zusammenleben!“

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