Dritter Feuerwehrführerschein-Lehrgang in Sehnde

27. November 2017 @

Neun Feuerwehrkräfte haben am vergangenen Sonnabend ihre Prüfung für den Feuerwehrführerschein abgelegt. Damit wurde zum dritten Mal ein entsprechender Lehrgang durch die Stadtfeuerwehr Sehnde erfolgreich beendet. Die Ausbildung ist erforderlich, da mit den neuen Feuerscheinklassen für Personenwagen nur noch Fahrzeuge bis zum Gewicht von 3,5 Tonnen bewegt werden dürfen.

Die Ausbildungsteilnehmer mit den Ausbildern nach der bestandenen Prüfung – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Bereits zum dritten Mal ist der Feuerwehrführerschein für die Feuerwehren der Stadt Sehnde unter der Leitung von Stadtausbildungsleiter Ralph Spannknebel Ausgebildet worden. Der erlaubt nach dem Bestehen den Feuerwehrleuten, dann Fahrzeuge bis 7,49 Tonnen Gesamtgewicht fahren zu dürfen. Denn die modernen Einsatzfahrzeuge wie LF, TLF oder Drehleiter wiegen deutlich mehr als 3,5 Tonnen.

An zwei Abenden ist dabei den Teilnehmer in der Theorie aufgezeigt worden, was es heißt ein, ein großes Feuerwehrfahrzeug im normalen Straßenverkehr allgemein und auch unter Einsatzbedingungen zu fahren. Hierbei wurde auch ein besonderes Augenmerk auf die rechtlichen Rahmenbedingen für die Einsatzfahrten gelegt. An drei Wochenenden wurde dann die Theorie in die Praxis umgesetzt. Mit drei Fahrzeugen – aus Bilm, Rethmar und Wassel – übten die Teilnehmer zunächst auf dem Gelände der Firma Holcim das Einparken, das Drehen auf engstem Raum und fahren durch Engstellen.

Anschließend ging es dann darum, das Geübte auch im fließenden Verkehr anzuwenden und so durchfuhren die Teilnehmer das gesamte Stadtgebiet. In einzelnen Ortsteilen lernten sie dabei auch, was es heißt, durch beengte Straßen mit einem solchen Großfahrzeug zu fahren. Dabei kam es sogar vor, dass die Straßen so zu zugeparkt waren, das dort kein Durchkommen möglich war –  und so mussten die „Schüler“ ihr Einsatzfahrzeug rückwärts wieder aus der Straße herausfahren. Das  hätte im echten Einsatzfall fatale Folgen haben können für die Betroffenen am Einsatzort, so dass den „neuen“ Fahrern gleich einmal der Sinn von Verkehrsregeln deutlich wurde.

In einer schriftlichen und praktischen Prüfung mussten die Bewerber dann das Erlernte unter nochmals unter Beweis stellen. Dann aber war es soweit: Stadtausbildungsleiter Ralph Spannknebel und Stadtbrandmeister Jochen Köpfer, die als Prüfer fungiert hatten, zeigten sich sehr zufrieden mit den Leistungen und beglückwünschten alle „Fahrer“ zum Bestehen ihrer Prüfung. Gleichzeitig bedankten sie sich bei den Ausbildern der Stadtfeuerwehr Sehnde, die die Teilnehmer sehr gut

auf den Abschluss vorbereitet hatten. Im Anschluss übergab Jürgen Hanne, Leiter Fachdienst Ordnung der Stadt Sehnde, den Teilnehmern ihre neue Fahrberechtigung für Feuerwehrgroßfahrzeuge bis 7,49 Tonnen.

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