Die Not mit dem Hundekot: Wer muss ihn entfernen?

5. März 2016 @

Immer wieder kommt es wegen der Hinterlassenschaften von Fiffi, Bello, aber auch Harras und Rex zu Streit – über den Gartenzaun hinweg, auf der Straße und auf Wegen in der Natur. Immer geht es darum, wer für die Beseitigung der „Tretminen“ zuständig ist. „Wir zahlen ja Hundesteuer“, ist dann das häufigste Argument der Hundehalter, das sie lächelnd dem in den Haufen getretenen Spaziergänger entgegen schleudern. Sieg auf der ganzen Linie, da ist sich der Hundehalter sicher. Doch weit gefehlt.

Anlagen, die zerstört werden, helfen keinem Hundebesitzer - aber befrreien nicht von der Pflicht - Foto: JPH

Anlagen, die zerstört werden, helfen keinem Hundebesitzer – aber befrreien nicht von der Pflicht – Foto: JPH

Auch wenn Sie Ihren Hund angemeldet haben und Hundesteuer bezahlen, sind Sie selbst verpflichtet, den Schmutz Ihres Tieres zu entfernen, wenn er sein Häufchen gemacht hat. Es ist nicht allen bewusst, dass der Hundekot eine Verunreinigung darstellt, die sofort sowohl von öffentlichen Gehwegen und Straßen aber auch in öffentlichen Park- und Grünanlagen zu entfernen ist. Das schließt, auch wenn man es gerne nicht verstehen würde, jede Wiese mit ein, die doch so praktisch ist, weil man dort den Haufen nicht sieht.

Dabei ist es doch ganz einfach: Mit jeder handelsüblichen Plastiktüte oder einem Hundekotbeutel, können Sie diesen Zweck erfüllen. Tüte über die Hand stülpen, Haufen aufnehmen und Zuhause in den Restmüll oder vorher in einen öffentlichen Abfallbehälter werfen. Die Hundekotentfernung ist zwar keine schöne Sache, aber sie sollte für jeden Hundebesitzer selbstverständlich sein. Geben Sie ein gutes Beispiel und beseitigen Sie die Hinterlassenschaft Ihres Hundes. Liegengelassener Hundekot ist nicht nur unschön, wenn Fußgänger oder Rollstuhlfahrer sie treffen, sondern auch eine nicht zu unterschätzende Infektionsquelle.

Eine intakte Anlage dient allen Nutzern, ob mit oder ohne Hund - Foto: JPH

Eine intakte Anlage dient allen Nutzern, ob mit oder ohne Hund – Foto: JPH

Besonders Kinder und immungeschwächte Erwachsene sind durch die Übertragung von Salmonellen, Hundewürmern, Hakenwürmern und Bandwürmern gefährdet. Diese können Ursachen von verschiedenen Augen-, Leber-, Lungen-, und Gehirnerkrankungen sein. Für Geh- und Sehbehinderte stellt Hundekot sogar eine Unfallgefahr dar – quasi Glatteis im Sommer.

Daher der dringende Appell der Stadtverwaltungen: Entfernen Sie bitte anfallenden Hundekot, wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind. Vielleicht können Sie durch Ihr Zutun auch andere Hundebesitzer positiv beeinflussen. Eine Gemeinde geht sogar schon den Weg eines „Hunde Kot Parcours“, wie der Merkur über Peißenberg in Bayern berichtet.

Gerade Rollstuihlfahrer und Kinder sind besonders gefährdet durch die "Tretminen" - Foto: JPH

Gerade Rollstuihlfahrer und Kinder sind besonders gefährdet durch die „Tretminen“ – Foto: JPH

Zudem sei in diesem Zusammenhang nochmals daran erinnert, dass in Niedersachsen für Hunde nicht nur eine Steuer- sondern auch eine Meldepflicht gilt. Danach ist jeder Hundebesitzer seit 1. Juli 2013 verpflichtet, sein Haustier zentral registrieren und dem Tier einen RFID-Chip unters Fell setzen zu lassen. Das kann und wird kontrolliert, beispielweise wenn man Gassi geht – oder wenn Bürger sich über vermeintlich unangemeldete Hunde beschweren. Das Register wird unabhängig von der Gemeinde geführt. Die Registrierung kostet zwischen 17 und 27 Euro und kann online erfolgen. Ist der Vierbeiner nicht registriert bei einer Kontrolle, kann das bis zu 10 000 Euro kosten. „Da kann man viele Leckerlis für kaufen“, würde Hasso sagen.

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