Der Osterhase warnt: Zuviel kann ungesund werden

10. April 2015 @

Vor Ostern hatte nicht nur der Osterhase viel zu tun. Iltens Schützinnen und Schützen waren dem Eierlieferanten zur Hilfe gekommen und hatten nahezu 2000 Ostereier unter der Bevölkerung des Orts verteilt.

Zunächst hatten es die Musikerinnen und Musiker des TVE Sehnde und der MSG Il-Se es auf die Eier abgesehen. Genau 200 Stück verteilten 17 Teilenehmerinnen und Teilnehmer unter sich. Manuela Schönefeldt zielte am besten und traf nicht nur, wie sonst, Töne richtig, sondern auch 20 Eier. Die Experten in Sachen Oster-Hasen und Kaninchen sind in Ilten die Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins F 74. Auch sie legten auf die Eier an. Franz Bollig, auch Mitglied im Schützenverein, bewies die sicherste Hand und ergatterte als bester Kaninchenzüchter gleich 47 Eier. Weitere Vereinsmitglieder brachten es immerhin auf zusammen weitere knapp 100 Eier.

Horst Walter vor den zahlreichen Trophäen, die ihm und seiner Familie sicher Frohe Ostern bescherten – Foto: C. Elges

Horst Walter vor den zahlreichen Trophäen, die ihm und seiner Familie sicher Frohe Ostern bescherten – Foto: C. Elges

Nicht ganz so reichlich wie bei Franz Bollig war die Ausbeute von Nicole Wothly aus der Damengymnastikabteilung des MTV Ilten. Sie erkämpfte als beste Schützin ihrer Gruppe 23 Eier. Insgesamt teilten sich die Sportlerinnen 212 Eier. Erstmals in diesem Jahr nahmen also gleich drei befreundete Vereine am Eierschießen der Iltener Schützen teil. Womöglich entwickelt sich hier ein neuer Wettbewerb der Iltener Vereine?

Doch auch Bürgerinnen und Bürger ohne Vereinszugehörigkeit hatten die Einladung der Schützen angenommen. Am Sonntag vor Ostern teilten sich 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 643 Eier. Wolfgang Schmidt sicherte sich gleich 49 Stück – gekocht und roh, gefärbt, weiß oder braun. Von allem etwas. Am Gründonnerstag schließlich erhielten auch die Schützen den Lohn der Anstrengungen beim Osterschießen. Hier „erschoß“ sich Hermann Buchholz als treffsicherster Teilnehmer gleich 56 Eier. Mit den knapp 600 Eiern, die sich die Schützen insgesamt teilten, wurden schließlich immerhin 1980 der köstlichen Hühnerprodukte in Ilten verteilt.

Mit Rücksicht darauf, dass sicher in zahlreichen Orten in der Umgebung die Schützenvereine ebenfalls zum Eierschießen einluden und darauf, dass auch der Osterhase selbst in den vergangenen Tagen nicht untätig war, bleibt nur der Hinweis darauf, dass der Verzehr der Trophäen im Übermaß der Gesundheit sicherlich nicht förderlich ist. In Maßen genossen sorgte der Schießsport an sich jedoch auf diese Weise wieder einmal dafür, dass sich Iltens Einwohnerinnen und Einwohner im 775. Jahr des Bestehens ihrer Ortschaft ein kleines Stückchen näher gekommen sind.

C. Elges/JPH

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