Delegation aus Botswana besucht Dolgen

9. Juli 2016 @

Eine Delegation aus Botswana/Afrika hat am Dienstag Sehnde besucht. Hier wollten sich die vier Gäste über die Möglichkeiten der Vakuumkanalisation mit den Sehnder Fachleuten der Stadtwerke und dem Chef der Planungsfirma Flovac Deutschland informieren. Die Firma Flovac fungierte dabei als Gastgeber, die Stadtwerke öffneten ihre Einrichtungen.

Burkhard Vogt (3.v.li.) begrüßte die Gäste aus Botswana (2.-5. v.re.) in Dolgen - Foto: JPH

Burkhard Vogt (3.v.li.) begrüßte die Gäste aus Botswana (2.-5. v.re.) in Dolgen – Foto: JPH

Gegen 10 Uhr trafen die Gäste, Mpho Mooketsi und Baratang Seshabo vom Ministerium für Landverwaltung und Hausbau, ähnlich dem Bundesministerium für Bau, und Kago Aubrey Mathodi und Wilson Lesole Ketjebile mit dem Chef der Flovac Burkhard Vogt an der Vakuumpumpstation in Dolgen ein. Hier warteten bereits Tilmann Siegert und Jürgen Dauter von den Stadtwerken auf die Delegation; Siegert war auch Projektleiter auf Seiten der Stadtwerke beim Bau der Station.

Dolgen hat an diese neue Anlage, die in vier Baustufen für 2,1 Millionen Euro von 2012 bis 2015 errichtet wurde, derzeit 123 Häuser und landwirtschaftliche Betriebe angeschlossen – was eine Entsorgung für etwa 500 Einwohner bedeutet. Damit entspricht die Anlage in etwa dem ländlichen Bedarf in Botswana. „In Botswana haben die staatlichen Stellen derzeit drei verschiedene Vakuumsysteme installiert, aber die haben im Betrieb immer wieder Probleme und die Reparaturen sind ebenfalls nicht reibungslos möglich“, erläutert Vogt den Hintergrund des Besuches. „Jetzt wollen sie ein viertes, dass die drei anderen integrieren kann.“

 

-Die Ingenieure Kago Aubrey Mathodi und Wilson Lesole Ketjebile (v.li.) ließen sich die Details erklären – Foto: JPH

– Die Ingenieure Kago Aubrey Mathodi und Wilson Lesole Ketjebile (v.li.) ließen sich die Details erklären – Foto: JPH

Vogt, dessen Firma auch die Anlage von Dolgen mit geplant hat, sieht die Anlage für ländliche Bereiche als gut geeignet an und ist überzeugt, dass sie die Forderungen der Gäste erfüllen kann. Sie läuft stabiler als ein Pumpsystem, kann jederzeit in allen Details überwacht werden und ist vor allem auch für die geographischen Gegebenheiten von Botswana, flach und steinig, gut zu installieren. Ähnlich war die Aufgabe für Flovac auch auf der Insel Fehmarn, wo man gerade ein System mit zehn Stationen fertiggestellt hat. „Von hier werden wir mit den Gästen noch nach Thüringen fahren und ihnen dort den Erfahrungsaustausch über diese Art der Anlagen mit den Betreibern ermöglichen“, so Vogt. Dazu haben die vier Gäste fast eine ganze Woche in Deutschland eingeplant, bevor sie nach Dubai fliegen und sich dort noch eine Anlage ansehen werden.

Die Firma Flovac und die Stadtwerke Sehnde haben in dieser Anlage öfter internationale Gäste, wie sie bestätigen. Erst vor einer Woche war eine tschechische Delegation in Dolgen, um sich die Anlage vorführen und erklären zu lassen. Diese Besuche enden meistens in Sehnde, wo dann noch durch Jürgen Dauter die Anbindung von Dolgen mit seiner Vakuumanlage an die Gesamtklärung der Stadtteile erläutert wird. Damit gewinnen die Besucher auch ein Bild der Gesamtlösung und können sich über die Anbindung an bestehende Systeme informieren.

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