Carsten Milde übernimmt die KGS

6. Februar 2015 @

Es war nur eigentlich ein formeller Akt, doch wie man es von der KGS gewohnt ist, wurde eine kleine Feierstunde daraus: Die Amtseinführung vom neuen KGS-Direktor Carsten Milde. Nach rund 60 Minuten mussten dann alle Lehrer und Schüler wieder zurück in den Unterricht und für das neue Gespann an der Spitze der KGS begann der „neue“ Alltag.

Mit flotter Musik ging es Mittwochmorgen in der KGS los - Foto: JPH

Mit flotter Musik ging es Mittwochmorgen in der KGS los – Foto: JPH

Mit donnerndem Trompetenklang des „Herrn der Ringe“ begann die neue Ära an der KGS Sehnde früh um 8 Uhr, eingeleitet vom Orchester des Jahrganges 7 und 8 unter Leitung von Martin Häusler. Danach begrüßte Evelyn Gröne, Didaktische Leiterin der KGS, die rund 100 Personen im Forum der Schule, darunter der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, die Schulelternschaftsvorsitzende Susanne Vahlenkamp und der Referatsleiter Gesamtschulen aus dem Kultusministerium, Thorsten Frenzel-Früh, sowie die nunmehr „ehemalige“ Direktorin Helga Akkermann.

Carsten Milde, seit 2004 an der KGS, war zunächst als Koordinator des 11. Jahrganges tätig und übernahm die Funktion des Didaktischen Leiters im Jahr 2005. Im Jahr 2009 rückte er auf die Position des stellvertretenden Direktors, nachdem ich lange überlegt habe“, so Milde. Der Mathe- und Sportlehrer kam damals mit einer Bewertungsliste ins Büro von Akkermann, die allerdings ein etwas anderes Aussehen hatte, als der das Büro wieder verließ – und dazu mit einer neuen Leitungsfunktion im Gepäck. „Milde ist enorm PC-affin, ruhig, humorvoll, präzise, zeitgesteuert und vor allem schnell den Kern einer Sache erfassend“, so Akkermann, deren Wunschkandidat als Nachfolger Milde war. „Und er ist ein 100-prozentiger Teamarbeiter.“

Thorsten Frenzel-Früh übergab die leitung der KGS "formell" an carsten Milde - Foto: JPH

Thorsten Frenzel-Früh übergab die leitung der KGS „formell“ an carsten Milde – Foto: JPH

In seiner „Ernennungsrede“ übergab Thorsten Frenzel-Früh in Vertretung von Andreas Blasche-Hesse dem „Neuen“ sein Amt. Tatsächlich ist Milde bereits formal am Freitag zuvor zum Schulleiter ernannt worden, allerdings „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“. Aber auch als persönlicher Freund war Frenzel-Früh gekommen: „Du hast Dich dem Amt in einem Dreisprung genähert, Carsten“, führte er aus. „Erst didaktischer Leiter, dann stellvertretender Direktor und nun konsequent als Direktor.“ Die Amtszeit von Milde ist auf sieben Jahre angesetzt, also bis 2022, so ist es üblich in Niedersachsen. „Machen wir die Jugend stark für die Zukunft“, so Frenzel-Früh. „Im ganzheitlichen Ansatz, der Lehrer als Schatzsucher, nicht als Defizitfahnder!“ gab er Milde mit auf den Weg.

Auch der Sehnder Bürgermeister begrüßte den bekannten „Neuen“ und bot ihm eine vertrauensvolle Zusammenarbeit als Schulträger an: „Die KGS wäre ein eigener Ortsteil, wohl sogar der größte, wenn alle Schüler und Lehrer hier wohnen würden. Lassen Sie uns in diesem Sinn die guten Kontakte fortsetzen.“ Auch die Vorsitzende der Schulelternschaft Susanne Vahlenkamp bot diese für die Elternschaft an und überreichte dazu einen Blumengruß.

Das neue Leitungsteam Sandra Heidrich als Stellvertreterin und Carsten Milde als neuer Direktor - Foto: JPH

Das neue Leitungsteam Sandra Heidrich als Stellvertreterin und Carsten Milde als neuer Direktor – Foto: JPH

Als letzte „Gästin“, darauf bestand sie, freute sich Helga Akkermann über die „Inthronisation“ ihres Nachfolgers. „Du hast ein gutes Team und eine gute Entwicklung zeichnet sich ab“, meinte die Pensionärin auch im Hinblick auf die baulichen Verbesserungen durch das Lehrerzimmer und das Selbstlernzentrum. Dann begrüßte sie auch die neue Stellvertreterin Sandra Heidrich und „übergab“ jeweils ein Geschenk an die Beiden: So bekommt Milde für einen Monat täglich eine Dose Obst als Vitaminspritze geliefert und Heidrich jede Woche einen Blumenstrauß für die gleiche Zeit.

Nachdem sich dann der „Rauch über dem Wasser“ verzogen hatte, den das Orchester mit den Doors legte, sprach der neue Direktor seine Antrittsworte. Er stellte vier Punkte seines Wirkens vor: Die Grundlage der Arbeit ist das Niedersächsische Schulgesetz, aus dem auch außerfachliche Aufgaben folgern. Dann erwartet er Verlässlichkeit und Loyalität, so dass gefallene Entscheidungen am Ende mitgetragen werden und drittens gegenseitige Wertschätzung , für Schüler und Kollegen gleichermaßen. Zuguterletzt will er die Unterrichte mehr besuchen, die anstehenden Aufgaben gemeinsam meistern und die Entwicklung der Klassenneubildung beobachten. „Solange besser möglich ist, ist gut nicht gut genug!“ Persönlich bat er auch um vier Dinge: „Ich bitte um die zeit, mich einzuarbeiten, biete allen Kollegen und Kolleginnen das ‚Du‘ an und lade das Kollegium zum Frühstück ein. Und als letztes freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Euch und Ihnen!“

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