Carsten Milde – neuer Direktor der KGS im Gespräch

11. Februar 2015 @

Seit nunmehr knapp zwei Wochen hat die KGS mit Carsten Milde einen neuen Direktor, der für die nächsten sieben Jahre der Schule vorstehen und ihre Geschicke lenken wird. In einem Dialog mit den SN sprach Milde über sich und die KGS und gab Einblicke in seine „außerschulischen“ Aktivitäten.

Milde wurde 1966 in Soltau geboren und durchlebte seine Jugend sowohl in Niedersachsen als auch Schleswig-Holstein und Hessen, was dem Beruf seines Vaters geschuldet war. Das Abitur erreichte er 1987 in Cuxhaven. Bereits in der Zeit von 1985 bis 1987 engagiert er sich in der Bildungsarbeit und war im Landesschülerrat aktiv. Nach einem zweijährigen Dienst in der Bundeswehr, den er später aus Gewissensgründen nachträglich verweigerte, nahm er in Hannover sein Studium mit dem Ziel Lehramt in Mathematik und Sport an der Uni Hannover auf. Hier war er im Asta als Sportreferent tätig, leistete neben dem Studium vier Jahre Bildungsarbeit im Sport und war sechs Jahre im Vorstand der Deutschen Sportjugend aktiv. „Deshalb dauerte mein Studium auch etwas länger“, schmunzelt Milde.

Carsten Milde an seinem neuen ARbeitsplatz in der KGS: Dem Direktorenschreibtisch - Foto: JHP

Carsten Milde an seinem neuen Arbeitsplatz in der KGS: Dem Direktorenschreibtisch – Foto: JHP

Er machte ein Praktikum an der KGS Laatzen, dann an der KGS Ronnenberg und sein Referendariat absolvierte er in der Schillerschule in Hannover. 2002 kam er an die KGS nach Sehnde und zog mit seiner Familie um nach Arpke, wo er heute noch mit seiner Frau und seinen drei Töchtern (7, 12 und 16) zuhause ist. „Damals hatte die KGS noch 74 Lehrer, heute sind wir 150“, erinnert er sich. Im Jahr 2005 wurde er dann Didaktischer Leiter der KGS und rückte nach reiflicher Überlegung auf zum Direktorstellvertreter. „Nach intensiver Überlegung und einem gleichartigen Gespräch mit Helga Akkermann“, fügt er hinzu. Als der Posten des Direktors neu ausgeschrieben wurde, dachte er zunächst nicht an eine Bewerbung, „denn üblicherweise kommt ein Schulleiter immer von außen.“ Aber als sich dann keine Bewerbungen ergaben, meldete er sich – mit dem bekannten Ergebnis.

Auch heute noch ist Milde neben seinen Aufgaben an der Schule sehr engagiert. „Ich laufe gerne und trainiere jetzt für den Hannover-Marathon, singe im Gospelchor und spiele Gitarre“, gibt er Einblicke in seine Hobbies und versichert, für die Familie bleibe auch noch Zeit. Da er aber auch noch für das Bündnis 90/Die Grünen im Lehrter Stadtrat sitzt und in Arpke stellvertretender Ortsbürgermeister und Ortsratsmitglied ist, scheint die aber doch limitiert zu sein. „Die Kollegen entlasten mich sehr gut“, meint Milde mit Blick auf sein politisches Engagement.

Für die KGS legt er Wert auf Kontinuität in allen Bereichen und will Angefangenes fortsetzen. „Natürlich wird sich einiges verändern – sei es durch gesetzliche Vorgaben oder neue Ideen“, so Milde. „Man muss beispielweise die Entwicklung der Schulformen betrachten. So kennt das neue Schulgesetz nur noch Gesamtschulen und beschreibt dabei die IGS, doch die KGS haben Bestandsschutz und man zwingt uns nicht zum Wandel.“ Dabei gibt er zu, dass sein Herz eigentlich für die IGS schlägt. „Ich bin Sprecher der Lehrter Initiative für die IGS. Aber der Unterschied besteht in den Alternativen, die es für die Eltern in Lehrte gibt und hier in Sehnde nicht.“ Doch gerade das neue Schulgesetz (siehe SN Bericht), so betont er, gibt den KGS erweiterte Möglichkeiten. „Einiges machen wir schon, anderes müssen wir prüfen“, sagt der neue Direktor. „Aber die Qualifikation und das Vertiefen unseres ‚Kerngeschäfts‘, die Bildung unserer Schüler, ist das Wichtigste für die Schule – und da ist Ruhe sehr gut.“

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