Buslinien 371/372 bekommen neue Route

23. April 2015 @

Lange ist es gewünscht worden, Vorschläge wurden erarbeitet und gewichtet – und nun steht es fest: Die beiden durch Sehnde führenden üstra-Buslinien 371 und 372 werden zusammengefasst und erhalten eine neue Streckenführung. Dem Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung sind jetzt die entsprechende Planung und die finanziellen Verpflichtung vorgelegt worden. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu.

So wird die Streckenführung in Sehnde erfolgen - Foto: JPH

So wird die Streckenführung in Sehnde erfolgen – Foto: JPH

Bislang, so trug der verantwortliche Fachbereichsleiter Godehard Kraft dem Ausschuss vor, fahren die Linien getrennte Wege zwischen Ahlten und Sehnde (371) und Klein Lobke und Sehnde (372). Auf Grund der Beratungen von 2013 entstand nicht nur die Überlegung, den Norden der Stadt mit Friedhof und der Billerbachstraße an den ÖPNV anzubinden, sondern auch die Abdeckung von Klein Lobke zu verbessern. Dabei stellte sich der Antrag der Grünen/B90, alle Linien an den Bahnhof fahren zu lassen, als undurchführbar heraus, da nicht nur die Straßeninfrastruktur unpassend war. Ihr stand auch die Ablehnung der Region Hannover entgegen.

Die Linie 371 verkehrt derzeit im Halbstundentakt, die 372 fährt stündlich, abends mit Ruftaxi. Die Zusammenlegung beider Linien bringt für Klein Lobke nun eine stündliche Anfahrt mit einem Bus, die sogenannte Langfahrt, und den Wegfall des Ruftaxidienstes. Zur halben Stunde würde der Bus dann an der Gretenberger Straße wenden, die sogenannte Kurzfahrt. Dieser Lösung haben bereits alle Gremien der Region zugestimmt und die Stadt muss nun lediglich die Infrastrukturvoraussetzungen schaffen. Dabei kann die Maßnahme zu 75 Prozent aus Mitteln der Landesnahverkehrsgesellschaft gefördert werden. Der Antrag ist bis zum 31. Mai 2015 zu stellen, damit die Umsetzung 2016 erfolgen kann.

Hier an der Kanalstraße wird die neue Zwischen-Endstation gebaut werden - Foto: JPH

Hier an der Kanalstraße wird die neue Zwischen-Endstation gebaut werden – Foto: JPH

Dann kommt der „neue“ 371-er Bus über die Peiner Straße, biegt links in die Lehrter Straße ein und am Friedhof nach rechts in die Billerbachstraße. Von dort geht es über die Achardstraße in den Zuckerfabriksweg und dann über die B 65 in die Breite Straße. An deren Ende biegt der Bus in die Gretenberger Straße ein. Danach dreht er entweder am Kanalweg oder fährt weiter nach Klein Lobke. Diese Fahrtroute enthält immer beidseitige Haltestellen.

Dafür sind im Jahr 2016 327 000 Euro anzusetzen und im Jahr 2017 dann nochmals 61 000 Euro. Von diesen Summen wird nach Abzug der Förderung für Sehnde ein Betrag von rund 97 000 Euro, 82 000 Euro im Jahr 2016, der Rest 2017, aufzubringen sein. Dafür gewinnt der ÖPNV innerhalb der Stadt an Schlagkraft – einerseits durch die Anbindung des Friedhofs und des Nordens der Stadt andererseits durch die regelmäßige Anfahrt von Klein Lobke. Auf der Lehrter Straße ist zwischen Bahnhof und Friedhof eine weitere Haltestelle „Maschwiese“ vorgesehen, die allerdings erst eingerichtet wird, wenn das dort geplante Baugebiet Maschwiese links der Lehrter Straße realisiert ist.

Der Fachbereichsausschuss stimmte dieser Planung einstimmig zu und der Rat der Stadt wird darüber Ende April endgültig befinden.

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