Bürgerstiftung für Sehnde nimmt erste Hürde

19. März 2016 @

SEHNDE-NEWS. Die von der Stadt Sehnde angestoßene Bürgerstiftung, für die sich auf dem Neujahrsempfang Sehnder in eine „Interessentenliste“ eintragen konnten, hat am Donnerstagabend die erste Hürde genommen. Im Ratssaal trafen sich zwölf Personen, um nach einem Impulsvortrag durch Michael Koch, Regionalkurator der Bürgerstiftungen Niedersachsen, in einem Workshop die Grundlagen und Strukturen einer möglichen Stiftung für Sehnde zu erarbeiten. Dabei hatte sich die Führung des Klinikums Wahrendorff entschuldigt, die weitere Mitarbeit aber zugesichert. Am Ende des Treffens stand die Entscheidung, sich weiter damit zu befassen.

Hier wurde der erste Schritt zur Bürgerstiftung gemacht - Foto: JPH

Hier wurde der erste Schritt zur Bürgerstiftung gemacht – Foto: JPH

Im Umfeld von Sehnde gibt es aktuell elf Bürgerstiftungen, darunter sogar welche für hannoversche Stadtteile, wie die LimmerLindenStiftung oder die Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide. Auch in der ILEK-Kommune Algermissen ist eine tätig mit Stiftungszielen wie „Altenhilfe, Bildung/Erziehung, Kinder-/Jugendhilfe, Kunst/Kultur und Sport “ – also ein breites Spektrum mit vielen vorteilhaften Möglichkeiten. Denn „als eine Art ‚offenes Ohr‘ in der Kommune registrieren Bürgerstiftungen, wo es Bedarf nach Unterstützung gibt und werden dann von sich aus aktiv“, so eine Beschreibung über den Vorteil von Bürgerstiftungen.

„Sie sind ja schon sehr weit“, sagte Koch, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Isernhagen, als er die vorliegenden Planungen der Runde hörte. Nach seinem Vortrag begaben sich die Anwesenden in die Arbeit an den Workshop-Themen. Der Vorteil einer Bürgerstiftung besteht für die Spender darin, nicht für eine „anonyme“ Verwendung zu stiften, sondern sich sicher zu sein, dass das Geld im Ort verbleibt und den Bürgern dort zugutekommt. Leichte Vorbehalte gab es verständlicherweise an diesem Abend noch aus dem Bereich der bereits vorhandenen „Stiftung für gemeinnützige Zwecke in der Stadt Sehnde“, die ihre diesbezügliche Arbeit bereits seit Jahren ausübt. Neutral dagegen war die Position der Sehnder Geldhäuser, die auch in ihrem Bereich bereits Stiftungen betreiben.

Bürgerbrunch Hannover - eine der Veranstaltungen von Bürgerstiftungen - Foto: JPH/Archiv

Bürgerbrunch Hannover – eine der Veranstaltungen von Bürgerstiftungen – Foto: JPH/Archiv

Am Ende blickten die Workshop-Besucher auf einen erfolgreichen Abend zurück und verabredeten sich für einen neuen Termin, zu dem der kommissarisch ernannte „Organisator“ Harald Schröder von der Kreissparkasse im April wieder einladen wird. Dann könnte es je nach Einigung bereits zu einer Gründungsversammlung kommen. „Ziel ist es dabei, die Verwaltung und Politik aus dem Prozess nun herauszunehmen“, sagte Workshop-Mitorganisatorin Sarah Peters, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sehnde. Mit dieser ersten Anstoßveranstaltung muss die Idee „Bürgerstiftung“ nun ihren eigenen Weg finden.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.