Neue Bruthöhlen für den Jäger der Lüfte

7. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Die Mauersegler haben es der Feuerwehr Bolzum und dem NABU besonders angetan. Weil immer mehr Gebäude energetisch saniert werden, fehlt es dieser Vogelart oft an geeigneten Nistmöglichkeiten. Die Vögel brauchen Hohlräume unter Dächern oder schief sitzende Dachziegel, um hier zu brüten.

Christian Maertins (vorn) und Gerd Lehrke reparieren einen Nistkasten – Foto: Herbert Deters-Eickemeyer

Christian Maertins (vorn) und Gerd Lehrke reparieren einen Nistkasten – Foto: Herbert Deters-Eickemeyer

Mit der Sanierung von sechs älteren und drei vom NABU neu gesponserten Doppelkästen ist jetzt ein guter Start in die neue Brutsaison gesichert. Die Vögel nisten gern in Kolonien, deshalb haben sich NABU und Ortsfeuerwehr dazu entschlossen, die Kästen zusammenhängend anzubringen. „Der Vogel ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert“, so Gerd Lehrke, an dessen Haus und dem seines Nachbarn Lothar Maertins die Kästen jetzt hängen. Das Leben des Vogels spielt sich meistens in der Luft ab. Futteraufnahme, sammeln von Nistmaterial, schlafen und auch das Liebesleben geschieht in der Luft.

Hoch hinaus geht es mit der Drehleiter aus Sehnde: Im Korb Manfred Langeloh und Pascal Szyma - Foto: Herbert Deters-Eickemeyer

Hoch hinaus geht es mit der Drehleiter aus Sehnde: Im Korb Manfred Langeloh und Pascal Szyma – Foto: Herbert Deters-Eickemeyer

Unterstützt wurden die „Bolzumer“ durch Henning Busch und Pascal Szyma, die im Rahmen einer Einsatzübung der Feuerwehr Sehnde die Drehleiter mitbrachten. „Uns ist es immer wichtig, so realitätsnah wie möglich mit der Drehleiter zu üben“, erklärt Henning Busch. „Wenn denn auch noch etwas für den Naturschutz rumkommt, um so besser.“ Die Mauersegler werden es gerne gehört haben.

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