Bilmer Ortsrat beantragt Info-Veranstaltung zur B 65

16. Januar 2017 @

Viel ist bislang zur Planung für die B 65 im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes gesagt und diskutiert worden, darunter auch der Wunsch der Gremien, von der Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Daniela Behrens, die Auffassung des Landes vorgetragen zu bekommen. Die ist ja bekanntlich nicht identisch mit dem, was bislang den Bürgern im Zusammenhang mit den Bauplänen der Umgehung von Peine bis hinter Höver mitgeteilt wurde. Der Vortrag war auch durch den Stadtrat gewünscht worden. Doch inzwischen ist es erstaunlich ruhig um das Thema geworden.

Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (li.) und die Bürger wollen Klarheit haben – Foto: JPH/Archiv

Doch nun steht die B 65 wieder auf der Agenda. Der Ortsrat Bilm bringt in seiner heutigen Sitzung im Gasthaus „Zur Linde“ einen Antrag ein, der die Stadtverwaltung auffordert, die Staatssekretärin entweder noch im Januar oder folgend im Februar einzuladen. Sicher hat der mit am stärksten betroffene Rat des Ortes Bilm kein Interesse daran, das Thema auf die lange Bank zu schieben oder gar ganz versickern zu lassen. Denn bald sind Bundestagswahlen und folgend die Landtagswahl in Niedersachsen, da droht das Thema dann ganz schnell unterzugehen – oder zumindest zweitrangig zu werden.

Die Sehnder Stadträtin Dr. Silke Lesemann hatte auf Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Hoffmann zugesagt, sich in ihrer Tätigkeit als Landtagsabgeordnete mit der Staatssekretärin ins Benehmen zu setzen, damit genau diese Information nun nach Sehnde komme.

„Eine Umgehung der B 65 auf der geplanten Trassenführung kommt für uns nicht in Frage.

Unser Leser Martin Przetak hat die B 65 zwischen Ilten und Bilm mal „ins Gelände gelegt“; hier der Blick Richtung Westen (Höver) – Foto: M. Przetak/Archiv

Dieses sollte schon alleine durch den genehmigten Mergel-Abbau und die damit verbundene Zerstörung der Natur jedem verständlich sein“, so formuliert der Ortsrat in seinem Antrag. „Wir beantragen in diesem Zusammenhang, die Staatssekretärin Daniela Behrens zu einer Rats- oder Fachausschusssitzung einzuladen, um uns hier aus erster und offenbar verantwortlicher Hand ein Bild der Lage machen zu können. Auch hatte Frau Behrens, wie uns mitgeteilt wurde, zugesagt uns in der Vorplanung (Betroffene Ortsräte) der Umgehung zu beteiligen. Dieses wäre ein erster Schritt“, so begründet der Ortsrat den sicher verständlichen Wunsch der Lokalpolitiker und der betroffenen Bürger.

Als sinnvolle Termine für diese wichtige Informationsmöglichkeit sieht der Ortsrat den 31. Januar oder 14. Februar, da dies mit den Sitzungen des Fachausschusses Stadtentwicklung und Umwelt koordiniert werden könne. Natürlich sollten dann auch alle betroffenen Ortsräte eingeladen sein.

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