Bilm macht mobil gegen B 65-Planungen

11. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Gegen die neue Ortsumgehung von Ilten, die westlich des Ortes zwischen Bilm und Höver hindurch führen soll (SN berichteten), regt sich nun in Bilm Widerstand. In einem Info-Blatt positioniert sich der Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (CDU) nun ebenfalls gegen die Planung und ruft die Bürger auf, sich in den kommenden öffentlichen Sitzungen der betroffenen Ortsräte am Dienstag, 19. April, 17 Uhr, und der Fachbereichsausschusssitzung am gleichen Tag um 18.30 Uhr in Sehnde im Ratssaal (siehe gesonderten SN-Bericht) über die Absichten zu informieren.

Die geplante Strecke soll, wie berichtet, von Köthenwald durch die Feldmark zwischen Bilm und Höver hindurch wieder auf die B 65 vor der Brücke nach Ahlten treffen. Diese Planung ist bereits seit längerem in der Diskussion, ist aber jetzt mit Priorität in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden, zu dem die Stadt Sehnde in der übernächsten Woche Stellung nehmen will.

Das Info-Blatt zeigt die Planungen - Handzettel: OR Bilm

Das Info-Blatt zeigt die Planungen – Handzettel: OR Bilm

In seinem Aufruf zur Information über die Strecke führt Ostermeyer aus: >>Diese Westtangente würde eine bisher komplett zusammenhängende – reich an Natur, Feldern und Wiesen – Grünfläche vollkommen zerschneiden und auch nur einem Ort evteuelle Vorteile bringen. Rein kartographisch kann man diese Idee/Planung zwar nachvollziehen. Allerdings ist die geplante Lösung nicht (optimal) an den Gegebenheiten vor Ort orientiert. Für Bilm würde dieses viel Lärm bringen und die Natur wäre erheblich beeinträchtigt. Die Umgehung wäre eine Ausweichstrecke für die A 2 und das würde bedeuten, dass es noch mehr Autoverkehr geben würde als bisher.<<

Bereits am Mittwoch, 13. April, sollen sich interessierte Bürger laut Ortsbürgermeister um 18 Uhr an der Strohpuppe in Bilm treffen, um sich über das Vorhaben an Ort und Stelle zu informieren.

Die neue B 65 Strecke soll auch bei Rethmar zur Umleitungsstrecke für die A 2 werden. Betroffen von dem Bauvorhaben sind also auch die Sehnder Ortsteile Rethmar und Evern-Haimar-Dolgen sowie Sehnde selbst. In den Bereich nördlich von Rethmar und Evern-Haimar-Dolgen soll die B 65 verlegt und parallel zur A 2 an den Ortsteilen vorbei geführt werden. Dagegen hat sich bereits ein SPD-Ortsratsmitglied aus Rethmar ausgesprochen, das auch, wie Ostermeyer, die weitere „Zersiedlung der Landschaft“ befürchtet.

Andererseits ist die derzeitige Verkehrssituation in Ilten selbstverschuldet, wie der Ortsbürgermeister von Bilm anführt. So wurde die einst vierspurige Ortsdurchfahrt von Ilten nicht zuletzt auf Grund dortiger Forderungen immer weiter verengt und hat so zu der jetzigen problematischen, aber selbst herbeigeführten Situation im Ort geführt.

Insgesamt, so sieht es der Bundesverkehrswegeplan vor, soll die B 65 auch im weiteren Verlauf bis zum Ricklinger Kreisel überarbeitet werden. Unklar sind dabei noch die Planungen für den Kanalübergang an der Anderter Schleuse und die Hildesheimer Straße, die bislang nicht erfasst wurden.

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