Berliner Kissen verschwinden im März

23. Februar 2015 @

Sie sind ein Ärgernis für viele Autofahrer, denn auch wenn sie nicht zu schnell fahren, setzen die Fahrzeuge oft auf. Die sogenannten Berliner Kissen in der Breiten Straße um die Grundschule Breite Straße werden voraussichtlich im März „geschliffen“. Damit wird ein Beschluss des Ortsrates Sehnde nach nunmehr zwei Jahren umgesetzt. Als „Berliner Kissen“ werden erhöhte, in der jeweiligen Fahrbahnmitte befindliche Straßenhindernisse bezeichnet, die etwas mehr als einen Radstand Breite und etwas weniger Höhe als die Bodenfreiheit eines normalen Personenwagens besitzen.

Die "Berliner Kissen" (rote Pfeile) sollen an dieser Stelle den Fußgängerüberweg sicherer machen - Foto: JPH/Archiv

Die „Berliner Kissen“ (rote Pfeile) sollen an dieser Stelle den Fußgängerüberweg sicherer machen – Foto: JPH/Archiv

„Wir werden die Kissen voraussichtlich im März abbauen“, sagt Godehard Kraft, zuständiger Fachbereichsleiter Stadtentwicklung im Sehnde Rathaus. „Das wird kombiniert mit der neuen Linienführung der Busse und dem Bau der Wartehäuschen. Das ist wirtschaftlich sinnvoller, statt immer aufs neue mit Bauen anzufangen.“ Die Entscheidung des Ortsrates gegen die Hindernisse soll nicht etwa der Beschleunigung des Verkehrs in der Straße dienen, sondern die Art der Verkehrsbeeinflussung ist nicht mehr zeitgemäß, zumal sich Fahrzeugtechnik verändert hat und die Kissen tatsächlich nur Personenwagen verlangsamen. Busse und Lastzüge, die durch Navis oder auf Grund von Ortskenntnis in die eigentlich verkehrsberuhigte 30er-Zone fahren, kommen dagegen unbeeinflusst über diese Hindernisse. Zudem ist der Begegnungsverkehr problematisch, denn die mittlere Spur zwischen den Kissen teilen sich beide Fahrtrichtungen. Und da parkende Wagen durchaus bis an die Kissen stehen, muss außerdem oft mit einer Achse über die Kissen gefahren werden – wohlgemerkt fast nur Personenwagen.

Deshalb hat der Ortsrat bereits seit 2013 rund 24 000 Euro im Haushalt eingestellt bekommen, um die Hindernisse zu schleifen und an die Einfahrten an der Straße des Großen Freien und die Gertenberger Straße zu verlegen. „Das alles geschieht erst, wenn wir die Fördermittel für die Buswartehäuschen bekommen können“, so Kraft zu den Baumaßnahmen.. „Das wird wohl Mitte Mai der Fall sein. Dann werden wir die kompletten Planungen mit dem Ortsrat abstimmen und anfangen.“ Dann wird auch entschieden, ob die Straße sogar ganz für den LKW-Verkehr gesperrt wird.

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