Lesemann lädt zur Dialogveranstaltung über B 65 nach Rethmar ein

9. März 2017 @

Der Bau einer möglichen B 65-Umgehungsstraße ist seit langem umstritten – doch wie ist der aktuelle Sachstand? Wird gegen den Willen der Stadt gebaut oder bestimmt eine Minderheit aus Rethmar? Oder übersteuert das Land Niedersachsen einfach alle – und vertritt seine eigenen Interessen? Hat das Einfluss auf die Entscheidung der Bürger bei der Landtagswahl 2018?

Daniela Behrens (li.) plant die B 65, wie sie Dr. Silke Lesemann mitteilte – Foto: Büro Lesemann/Archiv

Auf Einladung der Sehnder SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann findet eine Dialogveranstaltung zu diesem Thema am Freitag, 17. März, um 16.30 Uhr, im Gutshof Rethmar statt. Dabei wollen der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch und die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Daniela Behrens, über den aktuellen Sach- und Planungsstand informieren und für Fragen der Bürger zur Verfügung stehen.

Der Rat der Stadt Sehnde hatte die B 65-Umgehungsstraße im vergangenen Jahr abgelehnt, im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist die Verlegung der B 65 von östlich Sehnde bis westlich Peine weiterhin im sogenannten vordringlichen Bedarf eingestuft und die B 65–Ortsumgehung Ilten dem „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ zugeordnet worden. Zunächst war diese Trennung nicht geplant.

Die Gegner der Umgehung befürchten, dass die Verlegung der B 65 zwischen Sehnde bis westlich Peine nur eine Verlagerung der Verkehrsbelastung auf andere Wohnbereiche bedeuten würde; außerdem kritisieren sie eine mögliche Zerschneidung der Landschaft und eine Einschränkung der örtlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Damit würde die Straße auch in den Bereich Dolgen kommen und am nördlichen Rand Rethmars vorbeiführen.

Matthias Miersch (mi.) diskutierte mit Klaus-Walter Digwa, Olaf Kruse, Cord Waschke, Gisela Neuse, Regine Höft (v.li.) und man war dagegen – Foto: JPH/Archiv

Die Befürworter des Projektes hoffen auf eine Entlastung des innerörtlichen Verkehrs in Rethmar, Evern und Haimar. Außerdem stellt sich die grundsätzliche Frage, welchen Wert die Entscheidung einer Kommune und ihrer Bürger gegen ein Projekt in ihrem Zuständigkeitsbereich hat – und wie dadurch Politikverdrossenheit entsteht.

„Ich möchte ein transparentes Verfahren und eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Lesemann, die die Veranstaltung moderieren wird. Bereits beschlossen ist die Sanierung der B 65-Ortsdurchfahrt in Rethmar; sie soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Dialogveranstaltung findet im Rittersaal des Gutshofs Rethmar an der Gutsstraße 16 in Rethmar statt und beginnt um 16.30 Uhr.

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