Auf Erfolgskurs: Volksbank mit gutem Ergebnis für 2015

27. Januar 2016 @

Für das Jahr 2015 hatten sich die Volksbank eG Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg und die Volksbank Hildesheim viel vorgenommen: Sie planten die Verschmelzung. Wie bereits in den Vorjahren, hatten beide Banken das Wohl ihrer Mitglieder, ihre eigene wirtschaftliche Stärke und ihre gute Positionierung am Markt im Fokus. Beide wollten auch zukünftig eine starke Genossenschaftsbank sein, die den regulatorischen Anforderungen ebenso Stand hält wie den Aufgaben, wie Digitalisierung, Niedrigzinsphase und demografischer Wandel. „Den Grundstein dafür haben wir mit unserer Fusion gelegt“, ist sich der Vorstandsvorsitzende Henning Deneke-Jöhrens sicher.

Die technische Migration auf ein modernes, leistungsfähiges gemeinsames Computerprogramm in den Monaten März (Volksbank Lehrte) und November (Volksbank Hildesheim) war eine weitere Anstrengung, die im Jahr 2015 mit Bravour von allen Mitarbeitern bewältigt wurde. Die erste gemeinsame Bilanz zum 31. Dezember 2015 bestätigt, dass die neue Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen ein gutes gemeinsames Jahr hatte und eine stabile Ertragslage aufweist. Das Betriebsergebnis beträgt 22,1 Millionen Euro, was 1,01 Prozent der Bilanzsumme entspricht.

Jürgen Böhnke, Henning Deneke-Jöhrens und Reiner Lockhausen (v.li.) leiteten die erste Bilanzpressekonferenz in Hildesheim nach der Fusion – Foto: Volksbank

Jürgen Böhnke, Henning Deneke-Jöhrens und Reiner Lockhausen (v.li.) leiteten die erste Bilanzpressekonferenz in Hildesheim nach der Fusion – Foto: Volksbank

Das bilanzwirksame Kreditgeschäft wuchs um 1,6 Prozent, die Kundeneinlagen nahmen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Kreditgeschäft konnten nicht nur Tilgungen und Fälligkeiten ausgeglichen werden, sondern eine Zunahme von rund 18 Millionen Euro erreicht werden. Der erneute Anstieg der Kundeneinlagen um 44 Millionen Euro spiegelt das weiterhin hohe Sicherheitsbedürfnis der Mitglieder und Kunden wider. Die tägliche Verfügbarkeit der Einlagen hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Starke Zuflüsse in kurzfristige Anlageformen prägen daher die Entwicklung der Einlagen. Das provisionsabhängige Geschäft stabilisierte sich auf Vorjahresniveau.

Das im Jahr 2015 erreichte Ergebnis zeigt deutlich die Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus und der gestiegenen Kosten. Gutes Wirtschaften ist gefragt, um auch weiterhin ausreichend Spielraum zu haben, alle vertretbaren Kreditwünsche und die regulatorischen Anforderungen an das Eigenkapital zu erfüllen.

Die Volksbank präsentiert sich in ihrem Geschäftsbereich auch als starker Wirtschaftsfaktor. Insgesamt zahlten die Bank 6,6 Millionen Euro Steuern an Bund, Länder und Gemeinden, von denen allein 2,2 Millionen Euro direkt den Kommunen des Geschäftsbereichs zuflossen. Traditionell sorgt die Bank auch für eine Erhöhung von Attraktivität und Wachstum der Region durch Sponsoring von Großveranstaltungen, wie Jubiläumsveranstaltungen 2015, und Förderung zahlreicher Vereine und Institutionen. Allein 2015 wendete sie dafür rund 360 000 Euro auf. Selbstverständlich ist die Bank, auch ihren Mitgliedern gegenüber verpflichtet, ordentlich zu wirtschaften. Vor dem Hintergrund der eingangs geschilderten Anforderungen und unter Berücksichtigung des veränderten Kundenverhaltens muss sie Entscheidungen der Vergangenheit stets auf den Prüfstand stellen.

So werden zum Beispiel in Kürze neue, bedarfsgerechte Kontomodelle für Privat- und Firmenkunden angeboten. Deutlich ausgebaut werden auch die direkten Produktabschlussmöglichkeiten über Online. Ab April sind neben den klassischen Bankprodukten, Versicherungen, Bausparen und Konsumentenkredite auch die neuen Girokontomodelle, unterstützt durch einen elektronischen „Kontofinder“, verfügbar. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch die Umsetzung einer „Videolegitimation“, die auch für Neukunden einen fallabschließenden Onlineabschluss ermöglicht. Die schnelle Umsetzung von Innovationen ist, gerade vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung, gefragt.

Die Volksbank will ihr Bilanzergebnis auch 2016 halten - Foto: Volksbank

Die Volksbank will ihr Bilanzergebnis auch 2016 halten – Foto: Volksbank

Mit „paydirekt“ bietet die Bank seit neuestem ein sicheres, einfaches und direktes Bezahlen von Onlinekäufen an, ohne dass die Kundendaten, wie beispielweise bei paypal, einem ausländischen Institut übermittelt werden.

Einige Banken haben, aufgrund der geschilderten Rahmenbedingungen im Bankgewerbe, bereits Zweigstellenschließungen geplant. Auch die Volksbank überprüft kontinuierlich die Wirtschaftlichkeit ihrer Geschäftsstellen, eine Schließung ist allerdings zurzeit nicht geplant. Die Bank setzt auch strategisch auf das Angebot verschiedener Vertriebskanäle. Ob Internet-, Telefon-, Handybanking oder die stationäre Geschäftsstelle, Kunden der Volksbank entscheiden selbst, welchen Zugangsweg sie nutzen. Gerade die Möglichkeit, je nach Bedarf die Bankgeschäfte Online oder, bei beratungsintensiven Anlässen, in der nächstgelegen Geschäftsstelle zu erledigen, ist ein nicht zu vernachlässigender Mehrwert.

„Ein weiter Schwerpunkt 2016 wird die kontinuierliche Verbesserung der Beratungsqualität sein. Zwar bestätigen die jüngst durchgeführten Kundenbefragungen und die Ergebnisse von Testkäufen unabhängiger Institute einen guten Standard, aber auf diesen Lorbeeren wollen wir uns nicht ausruhen“, sagte Vorstandsvorsitzender Henning Deneke-Jöhrens. Durch technische Unterstützung zur Gesprächsstruktur, die weitere Einbindung von Beratungs- und Angebotsprogrammen sowie einer stetigen fachlichen Weiterbildung der Kundenberater und -betreuer soll die bedarfsgerechte Beratung weiterentwickelt werden.

Seine Erwartungen für das laufende Jahr formulierte der Vorstandsvorsitzende Deneke-Jöhrens so: „Wir gehen davon aus, dass sich die Niedrigzinsphase auch in diesem Jahr fortsetzt. Mit einer gravierenden Erhöhung des Leitzinses ist nicht zu rechnen, zumal die Staatsanleihenkäufe der EZB mindestens bis Herbst 2016 eine monetäre Flutung der Märkte bedeuten. Das heißt für uns, vor dem Hintergrund der bereits geschilderten Rahmenbedingungen, Einnahmen zu steigern und Kosten zu senken, um die Wirtschaftlichkeit weiterhin sicher zu stellen.“

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