Ambulanter Hospizdienst bietet Sprechzeiten auch in Sehnde an

16. Februar 2018 @

Seit Oktober 2015 bietet der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze auch vor Ort in Sehnde Sprechzeiten an. Immer montags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr stehen Mitarbeitende des Hospizdienstes in der Begegnungsstätte Sehnde an der Peiner Straße 13 für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung.

Hospizdienst bietet Gespräche an – Foto: DHPV/Archiv

„Dabei ist die aktuelle Betreuungsrate in der Stadt Sehnde noch relativ gering, was auch an einer möglichen Hemmschwelle liegen kann, Hilfe anzunehmen – oder auch am geringen Bekanntheitsgrad der Einrichtung und unseres Angebotes“, meint Manuela Fenske-Mouanga, Leiterin des Hospizdienstes Burgdorf-Lehrte, Sehnde und Uetze. Der ambulante Hospizdienst berät Menschen mit schweren Erkrankungen, unabhängig von Therapie und Prognose und begleitet sie – wenn gewünscht – während ihres letzten Lebensabschnittes. Ebenso werden Angehörige unterstützt, auch nach dem Verlust eines geliebten Menschen in der Zeit der Trauer.

Die meisten Menschen wünschen sich bei Diagnosestellung einer lebensbedrohlichen Erkrankung so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung zu leben. Aber oft sind sie und ihre Familien unsicher und ratlos oder fühlen sich allein gelassen. Oder die Familie lebt nicht in unmittelbarem Umfeld des Betroffenen. In dieser Situation kann der ambulante Hospizdienst sowohl die Betroffenen selbst wie auch ihre Angehörigen oder Freunde unterstützen. Ein Beratungsgespräch hilft oft, die unüberschaubare Situation zu ordnen und eine Perspektive für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu finden. Dabei hilft der Hospizdienst bereits bei der Situations- und Bedarfsanalyse mit einem Hausbesuch oder auch telefonisch – wie immer gewünscht.

Themen wie Pflege, Ernährung, Linderung von Beschwerden oder das Wohlbefinden des Kranken können ebenso angesprochen werden wie Fragen, die die emotionale und psychische Seite dieser Lebensphase betreffen (Palliativberatung). Bei Bedarf können weitere ambulante Hilfen oder die Überleitung in eine stationäre Einrichtung vermittelt werden. „Wichtig ist es dabei auch, in der ersten Phase die Orientierung zu behalten“, sagt Doris Fischer, ehrenamtliche Betreuerin aus Haimar. In der Trauerphase können Hinterbliebene durch die Angebote des Hospizdienstes dann wieder Stabilisierung und Orientierung für ihr eigenes Leben finden.

Die Beratung ist kostenlos sowie unabhängig von Konfession und Herkunft. Der Hospizdienst finanziert sich vom Kirchenkreis und aus Spenden. Die Beratungsgespräche unterliegen darüber hinaus der Schweigepflicht.

Ratsuchende können die Sprechstunde in Sehnde montags von 16 bis 18 Uhr nutzen. Die Stelle ist  unter der Telefonnummer 05138/80 21 dann auch telefonisch zu erreichen, oder die ratsuchenden kommen direkt in die Begegnungsstätte; auf Wunsch kann auch ein Termin unter der Telefonnummer 05136/89 73 11 oder per E-Mail an hospizdienst.burgdorf [at] evlka [dot] de vereinbart werden.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.