Aktionswochen Stromsparen: Ortsbürgermeister nutzt die Chance

24. April 2015 @

Ausgestattet mit Messgerät und Notizzettel hat Energieberaterin Christine Pfülb Mittwoch das Haus von Ronald Siegismund in Höver unter die Energie-Lupe genommen. Siegismund hat die gerade laufenden Aktionswochen „Stromsparen“ der Klimaschutzagentur Region Hannover genutzt und sich dort zu einer der kostenlosen Beratungen bei Lena Schäffer angemeldet.

Ob man die Birnen gleich austauscht oder beläßt, prüften Energieberaterin Christine Pfülb und Ortsbürgermeister Ronald Siegismund - Foto: JPH

Ob man die Birnen gleich austauscht oder belässt, prüften Energieberaterin Christine Pfülb und Ortsbürgermeister Ronald Siegismund – Foto: JPH

Noch bis zum 1. Mai haben alle interessierten Privathaushalte aus Lehrte und Sehnde die Möglichkeit, sich einen Termin zu sichern. Für rund eine Stunde kommt dann ein erfahrener Berater in den Haushalt und gibt individuelle Tipps, wie mit einfachen Mitteln und Verhaltensänderungen Energie eingespart werden kann – ohne dabei auf Komfort zu verzichten. In der Beratung eingeschlossen: Ein kostenloses angepasstes „Starterpaket“ im Wert von bis zu 20 Euro.

Nachdem zunächst die Unterlagen der letzten Abrechnung begutachtet wurden und Siegismund erfuhr, dass rund 1000 Kilowattstunden pro Kopf und Jahr normal sind, ging es an die Praxis der Beratung. Bei verschiedenen Geräten im Hause Siegismund überprüfte Pfülb dabei den Verbrauch im ein- und ausgeschalteten Zustand. Um überflüssige Stand-by-Verbräuche zu vermeiden, ist beispielsweise der Einbau von schaltbaren Steckerleisten, die die Geräte tatsächlich vom Netz trennen, sinnvoll.

Erstaunlich: Manchmal könnte das Aufbrauchen der noch funktionierenden eingesetzten Glühbirnen in den Lampen günstiger sein als direkte Umrüstung. So wurden in einer geprüften Lampe eine Energiesparleuchte und eine alte Glühbirne parallel verwendet. Anhand der Nutzungsgewohnheiten für diese Lampe berechnete Pfülb eine jährliche Ersparnis bei direktem Wechsel von etwa 4,70 Euro pro Jahr. Bedenkt man aber zusätzlich die Langlebigkeit von LED-Lampen mit 30 000 Betriebsstunden könnte es sich je nach persönlicher Bewertung doch rentieren. „Wer hier zu energieeffizienten Alternativen wie LED-Lampen greift und alte Glühbirnen ersetzt, kann doch eine Menge Energie einsparen“, betont die Energieberaterin.

Die Kaffeemaschine entspricht neuesten Vorgaben und verbraucht nur 0,5 Watt im Stand-By-Betrieb - Foto: JPH

Die Kaffeemaschine entspricht neuesten Vorgaben und verbraucht nur 0,5 Watt im Stand-By-Betrieb – Foto: JPH

Deutlicher aber die Verwendung von Schaltleisten an der Fernsehanlage des Ortsbürgermeisters. Würde er diese Anlage ohne Sammelabschaltung per Steckerleiste betreiben, zöge sie rund 25 Watt im Stand-By-Betrieb. „Das ergäbe aufs Jahr gerechnet Mehrkosten von 60 Euro“, so Pfülb. Aber hier hatte Siegismund schon umgerüstet und das Sparpotential ausgenutzt. „Es ist wirklich einfach“, so Siegismund. „Wenn ein paar Dinge beachtet werden, kann die Stromrechnung am Jahresende schon deutlich geringer ausfallen.“

Für eine solche Beratung stehen insgesamt 60 kostenlose Plätze seitens der Klimaschutzagentur für Sehnde und Lehrte zur Verfügung, wovon bereits 30 angemeldet wurden. Da die Aktion noch bis zum 1. Mai läuft, können sich noch 30 Haushalte anmelden. Anmeldungen werden unter der Telefonnummer 0511/ 22 00 22 44 von Montag bis Sonnabend von 8 bis 22 Uhr angenommen. Auch über die Klimaschutzmanagerin der Stadt Sehnde, Karina Lehmann, kann man sich anmelden. „Es lohnt sich, die etwa einstündigen Beratungen in Anspruch zu nehmen. Die Haushalte sparen am Jahresende bei der Energieabrechnung bares Geld und das Klima freut sich über die eingesparten Kilowattstunden ebenfalls“, so Lehmann zum Abschied in Höver.

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