„Sehen und Gesehen werden: Polizei rückt Verkehrsteilnehmer ins Licht

21. Oktober 2017 @

In den vergangenen Jahren sind vermehrt Kraftfahrzeuge sowie Fahrräder mit mangelhaften oder falsch eingestellten Beleuchtungseinrichtungen in der Region Hannover angehalten worden. Zur Verbesserung der Sichtbarkeit im Straßenverkehr führt die Polizei Hannover bis Ende Oktober verstärkt Licht-Kontrollen durch.

Jedes Fahrrad muss im Straßenverkehr Beleuchtung haben – Foto: JPH

Das A und O der dunklen Jahreszeit ist das „Sehen und Gesehen werden“. Durch die früh einsetzende Dunkelheit, gepaart mit oft widrigen Witterungsverhältnissen mit Nebel und Regen, ist die Erkennbarkeit von Verkehrsteilnehmern häufig vermindert. Eine einwandfreie Beleuchtung an Autos und vor allem auch an Fahrrädern, die nicht durch ihre Masse auffallen, ist dabei genauso unerlässlich, wie entsprechende Bekleidung von Fußgängern, um für andere gut sichtbar zu sein.

Um die Sichtbarkeit der Kraftfahrzeuge zu verbessern, hat der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes seit Anfang Oktober 2017 in Kooperation mit den Verkehrswachten den Licht-Test 2017 gestartet. Autofahrer haben damit die Möglichkeit, bei einem kostenlosen Licht-Check in teilnehmenden Kfz-Betrieben die Beleuchtung an ihren Fahrzeugen überprüfen zu lassen. Diese Aktion wird ausdrücklich von der Polizeidirektion Hannover unterstützt.

Verkehrsdezernent Franz Behrens spricht aus beruflicher Erfahrung: „Bei früheren Kontrollen wurden an jedem dritten Fahrzeug Mängel an der Beleuchtung festgestellt. Das ist eine alarmierende Bilanz. Defekte Bremslichter können zu Auffahrunfällen führen und falsch eingestellte Scheinwerfer andere Verkehrsteilnehmer blenden.“ Aus diesem Grund sollten Fahrzeugführer den kostenlosen Test bis Ende Oktober unbedingt nutzen und Mängel sofort beheben lassen. Radfahrer ohne Licht sind sogar hochgradig gefährdet und gefährden auch andere – auch wenn die Räder ohne Lichtanlage verkauft werden, müssen sie im und für den Straßenverkehr trotzdem mit kompletter Beleuchtung ausgerüstet sein.

Die Polizei kontrolliert das Licht am Fahrzeug – Foto: JPH

Fehlende Beleuchtung wird durch die Polizei geahndet. Dazu müssen bei einer Teilnahme im Straßenverkehr ein Scheinwerfer sowie eine Schlussleuchte und ein Rückstrahler montiert sein. Der Rückstrahler kann in der Schlussleuchte integriert sein. Damit Fahrräder auch seitlich bei Dunkelheit erkennbar sind, müssen die Speichen mit Reflektoren oder die Reifen mit retro-reflektierenden weißen Streifen versehen sein, die Pedale Reflektoren besitzen. Zusätzlich können alle Biker und Fußgänger ihre Sichtbarkeit verbessern, indem sie helle und reflektierende Kleidung sowie eine Warnweste tragen, was besonders für Kinder auf dem Schulweg empfohlen wird.

Die Polizeidirektion wird ab dem kommenden Mittwoch bis zum Dienstag der Folgewoche an mehreren Kontrollstellen in Stadt und Umland verstärkt Fahrzeuge jeglicher Art mit dem Fokus „Beleuchtung“ überprüfen.

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