13. Mal – und jetzt wird’s leiser

23. April 2015 @

Gut besucht war die 13. Schlagernacht von Sehnde im Dorff-Gemeinschaftshaus am Sonnabend, als dort wieder fünf Stars und ein Überraschungsgast ihre Künste zeigten. Die Technik steuerte das bekannte Shadow-Light Duo bei, die Moderation hatte Bert Beel aus Berlin übernommen. Doch der eigentliche Star dieses Abends war Traute Peukert, langjährige Organisatorin dieser Benefiz-Konzerte. Ihr galt dann auch die Laudatio, die Hajo Güldenpfenning vom Shadow Light Duo an diesem Abend hielt bevor das Programm begann.

Hajo Güldenpfenning (re.) übergab einen Blumenstrauß an Anke Zeisig, Horst und dagmar Stachorski und die Hauptperson Traute Peukert (v.li.) - Foto: JPH

Hajo Güldenpfenning (re.) übergab einen Blumenstrauß an Anke Zeisig, Horst und Dagmar Stachorski und die Hauptperson Traute Peukert (v.li.) – Foto: JPH

Es war der 13. Mal, das es hieß „Schlagerstars Live“ im Dorff Gemeinschaftshaus Köthenwald (DoG), organisiert von der unermüdlichen Traute Peukert zugunsten des Vereins Wahre Dorff Freunde, dem sie selbst auch angehört. „Das 13. Mal“, so Hajo Güldenpfenning vom Shadow Light Duo, „das es hier zu diesem Anlass ein volles Haus gibt. Gestartet wurde die jährliche Konzertreihe im Jahr 2002, als Traute auf dem Schützenfest in Sehnde alle Leute fragte, ob sie kennen. Und dann sang sie es uns vor – und wieder konnte keiner etwas damit anfangen. Das Lied, um das es ging, war der Titel ‚Du hast mich 1000 Mal belogen‘. Nach weiter Versuchen kam es dann zur entscheidenden Frage: „Wollt Ihr Andrea Berg kennenlernen?“ Und daraus wurde am 14. Dezember 2002 das erste Benefizkonzert in Köthenwald, dem viele weiter folgten – und nach dem Berg inzwischen zu einem Top-Star der deutschen Schlagerszene wurde.

Moderator Bert Beel kam in zahlreichen Verkleidungen, so wie hier als Jürgen Drews - Foto: JPH

Moderator Bert Beel kam in zahlreichen Verkleidungen, so wie hier als Jürgen Drews – Foto: JPH

Ihr folgten andere Größen der Musikbranche nach, die alle in Köthenwald ihre Visitenkarte abgaben: Bernhard Brink, G.G. Anderson, Semino Rossi und eben Berg. Seit 2006 wurden sie alle vom Shadow Light Duo unterstützt. Wie es dazu kam, auch dazu gab es eine Anekdote von Güldenpfenning zu hören. Sie stiegen bei Semino Rossi ein, den sie damals auch nicht kannten. Neben diesen Konzerten im DoG organisierte Peukert auch Konzerte mit Mary Roos, Atlantis, Bata Ilic und Nelly Sander in der Barockkirche in Ilten. „Die dreizehn Jahre, die Du für uns diese Konzerte zusammengestellt hast, werden uns immer im Herzen bleiben“, schloss Güldenpfenning seine Rede. Dann überreichte er Peukert und ihrem Kernteam mit Dagmar und Horst Stachorski, Anke Zeisig, Chefin der Dorff Küche, und Andreas Weber, zweites Mitglied des Shadow Ligth Duos, jeweils ein Blumenbouquet. Vor den dann beginnenden Standing Ovations, die auch Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und Henry Gross, Leitung Musik und Unterhaltung NDR 1, unterstützten, sagte die geehrte Peukert sichtlich bewegt schnell noch „Danke für Eure Treue!“

Patrick Himmel ging oft von der Bühne ins Publikum - Foto: JPH

Patrick Himmel ging oft von der Bühne ins Publikum – Foto: JPH

Dann übernahm der Moderator und Entertainer Bert Beel aus Berlin die Regie und führte mit gelungenen Parodien auf bekannte Stars der deutschsprachigen Musikszene, wie Udo Lindenberg, Jürgen Drews, Zara Leander, aber auch Biene Maja und Harald Glööckler, durchs tolle Programm. Das bot wieder eine große Vielfalt. Den Anfang machte Jascha Habeck mit eigenen Liedern und Coversongs von Roland Kaiser. Ihm folgte Patrick Himmel, dessen Repertoire von „Way to Amarillo“ über sein neues Album bis hin zu einem Udo Jürgens Medley reichte. Noch vor der Pause kam dann Maria da Vinci, die unter anderem „Nicht alle Engel haben Flügel“, „Ascona am Lago Maggiore“ und „Und dann tanzen wir Tarantella“ sang . Nachdem die vom Publikum geforderten Zugaben gegeben waren, ging es in die Pause – und Anke Zeisig mit ihrem Team hatte die Regie.

Maria da Vinci umarmte nicht nur Traute Peukert, sondern besuchte auch das Publikum - Foto: JPH

Maria da Vinci umarmte nicht nur Traute Peukert, sondern besuchte auch das Publikum – Foto: JPH

Nach der Pause startete Nelly Sander, in Sehnde bestens bekannt als Allround-Künstlerin, mit einem breiten Spektrum an Musik von Rock bis Schlager und einem enormen Stimmvolumen. Ihr prognostiziert Peukert eine große Karriere, wie so einige in Köthenwald ja „begonnen“ hatten. Danach folgte Reiner Kirsten. Er brachte zahlreiche Stücke aus seiner aktuellen CD, bevor dann alles auf den „Überraschungsgast“ hin fieberte. Dann hieß es „Bühne frei für Steffen Jürgens“!
„Den haben die Stars heuet Abend selbst organisiert“, sagte Traute Peukert sehr bewegt. Und er legte dann los mit seinen Titeln wie „Alle Wunder der Erde“, „Du träumst davon ein Leben lang“ und „Schaff‘ mir die Hölle nicht auf Erden“.

Mittlerweile war es fast Mitternacht, als dann die Interpreten Traute Peukert noch einmal auf die Bühne holten, um mir ihr das Abschiedsleib „Ich liebe das Leben“ (Vicky Leandros) zu singen. „Ich bin zwar traurig, aber es bleibt dabei“, sagte Traute Peukert dann zu den SN. „Trotz dieser Gala, das ist der richtige Zeitpunkt. Man soll aufhören, wenn man auf dem Höhepunkt ist.“ Und für die Barockkirche bleibt sie uns ja noch erhalten.

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