Testkaufaktion in Lehrte bringt schlechte Ergebnisse

16. Dezember 2017 @

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeikommissariats Lehrte, der beiden städtischen Fachdienste Jugend und Ordnung aus Lehrte sowie ein minderjähriger Jugendlicher haben in den vergangenen Wochen an drei verschiedenen Tagen erneut Testkäufe zur Alkohol- und Tabakprävention in der Stadt vorgenommen.

Schnaps und Zigaretten wurden mehrheitlich an den Jugendlichen verkauft – Foto: JPH

Bei dieser groß angelegten 16. Testkaufaktion, wurden 39 Verkaufsstellen im gesamten Lehrter Stadtgebiet kontrolliert. Der jugendliche Testkäufer hatte den Auftrag, in 14 Kiosken, 17 Supermärkten/Discounter und acht Tankstellen Zigaretten und Alkohol (branntweinhaltig) zu kaufen.

In insgesamt 20 Fälle, davon zwei Wiederholungsfälle, sind dem Jugendlichen die gewünschte Waren – neun Mal  Alkohol, elf Mal Zigaretten – verkauft worden. Bei zwölf Verstößen wurde nicht nach dem Ausweis gefragt, bei den weiteren acht Fällen wurde der Ausweis zwar verlangt, im Anschluss aber trotzdem die gewünschte Ware verkauft. Die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer sind in einem persönlichen Gespräch auf die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes hingewiesen worden. Entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet.

Die prozentuale Anzahl der Verstöße dieser 16. Testkaufaktion liegt bei 51,28  Prozent und hat sich somit im Vergleich zur vorherigen Testkaufaktion im April 2015  (38,46 Prozent) wieder deutlich erhöht. „Dieses enttäuschende Ergebnis ist eine Bestätigung dafür, dass weitere Kontrollen als Maßnahmen des Jugendschutzes auch zukünftig notwendig sein werden. Weitere Kontrollen werden folgen“, so Stadtsprecher Fabian Nolting. Die gemeinsam durchgeführten Testkaufaktionen gehören zum Aufgabenbereich der vereinbarten Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadt Lehrte und dem Polizeikommissariat Lehrte zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in der Stadt.

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