Kolonie „Feierabend“ in Lehrte wird umziehen müssen

21. Oktober 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Die Kleingartenkolonie „Feierabend“ ist nicht mehr zu retten, davon sind nicht nur die Angehörigen der Piraten-Partei in Lehrte trotz der Demonstration der Gartenbesitzer und ihrer Unterstützer am Mittwoch nun überzeugt. Die „Veranstaltung“ im Kurt-Hirschfeld-Forum in Lehrte hatte dieses Ergebnis „begründet“. Dazu äußerte sich gestern noch die Piraten-Partei.

Die Partei der Piraten bezieht Stellung zur Feierabend-Entscheidung - Logo: Piratenpartei

Die Partei der Piraten bezieht Stellung zur „Feierabend“-Entscheidung – Logo: Piratenpartei

„Mittwoch ist in der Ratssitzung transparent dargestellt worden, warum bislang so viel ohne öffentliche Beteiligung geschah: Die Verhandlungen über die Flächen aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) waren in so frühem Stadium geheim zu halten. Auch Nachfragen aus der Bevölkerung, warum es nicht andere Flächen geworden sind, sind sehr schlüssig beantwortet worden. Wir sprechen für die Arbeit und die Kommunikation – zum jeweils frühestmöglichen Zeitpunkt – des Bürgermeisters und der Verwaltung ausdrücklich unser Lob aus“, so die Partei mit ihrem 2. Vorsitzenden Sebastian Frenger in einer Erklärung von gestern.

Es ist demzufolge ein erschreckendes Ergebnis, dass von allen ISEK-Flächen in der Kernstadt ausgerechnet die Kleingartenkolonie „Feierabend“ zuerst in Betracht gezogen werden muss. „Hierüber hätten wir uns, nun wo die Informationen an die Öffentlichkeit gelangen dürfen, mehr Beratungszeit gewünscht. Die Verhandlungsergebnisse zeigen, dass weitere Flächen schon in wenigen Jahren verfügbar sein können, die größer und mit weit weniger Aufwand erschlossen werden können. Bis zur Einigung mit allen Beteiligten im Bezug auf die Fläche des ‚Feierabend‘ können längst andere Flächen mit weit weniger Aufwand und weniger Einbußen erschließbar sein. Auch sehen wir Aufwand und Ertrag bei der jetzigen Inbetrachtziehung besagter Fläche nicht in einem gerechtfertigten Verhältnis“, so Frenger weiter.

Dieses Thema wird nun den neuen Rat lange beschäftigen. „Warum ein so weitreichender Beschluss so überstürzt im alten Rat gefasst werden musste, verstehen wir nicht. Ob es trotz der bisherigen Ergebnisse eine Lösung geben kann, den ‚Feierabend‘ an Ort und Stelle zu erhalten, wird nun nicht mehr debattiert werden können, denn der Fokus liegt schon auf der ‚Ausweichfläche‘. Das bedauern wir sehr“, so der Parteisprecher.

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