Drücken, heben, laufen – LSV spendet Trainingsgeräte

22. Juli 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Seit Juni verfügt die vom Malteser Hilfsdienst betriebene Kommunale Gemeinschaftsunterkunft (KGU) für Flüchtlinge in der Everner Straße in Lehrte über ein kleines Fitnessstudio. Gespendet wurden die Geräte vom Lehrter Sportverein (LSV). Am Mittwoch, 20. Juli, machten sich Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Frank Prüße, der 1. Vorsitzende des LSV, ein eigenes Bild von dem neuen Studio.

Der Fitnessraum in der KGU wurd gut genutzt - Foto: Malteser Hilfsdienst

Der Fitnessraum in der KGU wurd gut genutzt – Foto: Malteser Hilfsdienst

Adduktoren, Abduktoren, Bizeps, Trizeps und viele Muskeln mehr lassen sich in der Malteser-KGU nun ganz gezielt trainieren. Dafür hat der LSV den Maltesern einen großen Kraftturm, ein Laufband und Crosstrainer sowie verschiedene Trainingsräder zur Verfügung gestellt. Täglich von 9 bis 21 Uhr wartet der abgetrennte Kraftraum auf die Damen und Herren und er wird auch gut genutzt, wie der Einrichtungsleiter Olaf Bartels berichtet. Einzige Bedingung: Wer trainieren will, muss in die Gerätenutzung eingewiesen sein, um Verletzungen zu vermeiden. LSV-Übungsleiter Wahab Ferguen hat im Juni die ersten Flüchtlinge zu Trainingscoaches ausgebildet, die geben ihr Wissen nun an alle Interessierten weiter.

Die Sportgeräte stammen aus dem alten Trainingsstudio des LSV, das vor wenigen Monaten geschlossen wurde, nachdem der Verein ein größeres Studio übernommen hatte. „Als Sportverein wissen wir, dass Integration sehr gut über den Sport gelingt“, sagte LSV-Vorsitzender Prüße am Mittwoch. Deshalb habe man den Maltesern die nicht mehr benötigten Trainingsgeräte gerne überlassen.

In den Augen von Bürgermeister Sidortschuk gibt der LSV damit ein weiteres gutes Beispiel für das Engagement von Lehrter Vereinen und auch Unternehmen bei der Integrationsarbeit. „Sie helfen den Flüchtlingen, ihren Tag zu strukturieren und dadurch ein wenig besser Fuß zu fassen in unserer Gesellschaft“, lobte Sidortschuk an Prüße gewandt. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Helmer GmbH aus Lehrte-Aligse und die Hoffmann Dienstleistungen für die werbende Wirtschaft GmbH aus Sehnde-Höver, die wiederholt Teppichböden für die KGU zur Verfügung gestellt haben.

Der neue Fitnessraum ergänzt die schon vorhandenen Gemeinschaftsräume in der Unterkunft. So ist mit Hilfe einiger Flüchtlinge in den vergangenen Wochen unter anderem ein Zimmer für Frauen, ein Spielzimmer für Kinder und ein Raum für Hausaufgabenbetreuung entstanden und bemalt worden.

Die Kommunale Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Everner Straße, Lehrte, bietet Platz für 170 Flüchtlinge und ist derzeit mit knapp 130 Personen belegt. Die durchschnittliche Verweildauer bis zur Zuteilung einer eigenen Wohnung beträgt ungefähr zwei Monate. Seit am 3. März die ersten Flüchtlinge kamen, haben insgesamt etwa 350 Personen die KGU durchlaufen. Betrieben wird die Unterkunft gemeinsam von Maltesern und Caritas.

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