Ampelschaltung an Unfallschwerpunkt geändert

21. September 2015 @

Die Kreuzung Berliner Allee/Marktstraße im Lehrter Stadtgebiet ist bereits mehrfach dadurch aufgefallen, dass sich immer wieder Unfälle trotz einer Ampelregelung ereigneten. Einige Autofahrer missachteten vorwiegend auf der Berliner Allee in Fahrtrichtung Sehnde das für sie geltende Rotlicht; dabei waren sie offensichtlich dadurch irritiert, dass die Rechtsabbieger bereits eher „Grün“ bekamen. Der Unfallschwerpunkt wurde nun entschärft.

Geradeausfahrer bekommen zuerst freie Fahrt - Foto: GAH

Geradeausfahrer bekommen jetzt zuerst freie Fahrt – Foto: GAH

Die aus Straßenverkehrsbehörde, Straßenbaulastträger und Polizei bestehende Unfallkommission hatte schon mehrfach Änderungen an der Ampelanlage vorgenommen, jedoch konnte die Anzahl der Unfälle nicht reduziert werden. Bisher bekamen die in Fahrtrichtung Sehnde stehenden Rechtsabbieger immer zuerst Grünlicht und damit freie Fahrt. Aufgrund der anfahrenden Verkehrsteilnehmer und eben auch wegen des Lichtsignals ließen sich vermutlich viele Geradeausfahrer reflexartig mitziehen – bis sie dann im Kreuzungsbereich mit den aus der Marktstraße kommenden Fahrzeugen zusammenstießen.

Im Jahr 2014 krachte es allein aus diesem Grund neun Mal an der Kreuzung, dabei wurden sechs Personen verletzt. In der ersten Hälfte dieses Jahres musste die Polizei an derselben Stelle vier Unfälle dieser Art aufnehmen, bei denen eine Person schwer und zwei weitere leicht verletzt wurden.

Durch die am Dienstag letzter Woche vorgenommene Umstellung des Schaltprogramms der Ampel bekommt jetzt der Geradeausverkehr in Richtung Sehnde zuerst „Grün“. Dadurch wird eine Verwechslung der Signale ausgeschlossen. Außerdem wurde die Haltelinie für die Rechtsabbieger in Richtung Marktstraße um ungefähr eine Fahrzeuglänge vorverlegt. Die Unfallkommission erhofft sich von diesen Maßnahmen eine erhebliche Reduzierung des Unfallgeschehens.

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