Aligser Jubiläumsweihnachtsmarkt kommt bestens an

6. Dezember 2018 @ 0 Kommentare

Bereits zum 25. Mal hat der kleine, aber feine Drei-Dörfer-Markt in Aligse am Freitag vor dem ersten Adventswochenende seine Pforten geöffnet. Und wie stets war das heimelige Budenrund unter den Eichen an allen drei Tagen bestens besucht. Nicht nur aus Lehrte, sondern auch aus anderen Kommunen im Umland waren die Besucher angereist. Ja, sogar bis in die Landeshauptstadt hat sich die familiäre Atmosphäre der vom Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft verantworteten Veranstaltung herumgesprochen.

Klaus Sidortschuk (re.) eröffnet den Weihnachtsmarkt 2018 – Foto: S. Köhler

Für die liebevolle Ausgestaltung des Marktes arbeiten die Vereine und Verbände des Ortes Hand in Hand, die Tannenbäume werden jedes Jahr von Kindern des Kindergartens und der Grundschule mit selbstgebastelten Anhängern und Ketten geschmückt. Alles, was es an den Buden zu erwerben gab, vom unvergleichlichen Flammlachs über die Krapfen und feinem Kunsthandwerk bis zu leckeren Likören und Konfitüren, war handgemacht. Es gab ein Karussell, auf dem die Kinder kostenlos fahren konnten. Kutschfahrten, ein Theaterstück und Bastelaktionen. Und der Weihnachtsmann schaute auch vorbei. „Hier kommt nichts vom Band, sondern alles von Hand!“, betonte dann auch Carsten Borsum, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft, der sich für Belange in Röddensen, Kolshorn und Aligse stark macht. Ein Teil der Einnahmen fließt in gute Zwecke dort, ein anderer Teil kommt der Arbeit der Klinikclowns in der MHH zugute.

Viel Stimmung zeigte der Markt auch dieses Jahr wieder – Foto: S. Köhler

Einer, der jedes Jahr im Aligser Budenrund zu finden ist, und zwar ganz privat, durfte ihn des besonderen Anlasses wegen mit eröffnen. „Ich habe mich gewundert, als ich vorhin hier ankam, dass es noch so leer war“, sagte Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk. „Wenn ich sonst herkomme, sieht es immer ganz anders aus.“ Er lobte das Engagement aller Ehrenamtlichen, die mit diesem Weihnachtsmarkt etwas ganz Besonderes erschaffen haben. Die Erfolgsgeschichte sei zunächst noch gar nicht absehbar gesehen, erinnerte Borsum an die Anfänge. Die Dorfgemeinschaft bereichern, das wollten die Ehepaare Deichmeier und Buchartowski.  Also begann Karl-Heinz Deichmeier, alte Bretter auf der Deponie zu sammeln und mit anderen Freiwilligen 13 Buden zu bauen. Was auch im Lehrter Rathaus bemerkt wurde – ein Gewerbe müsse angemeldet werden, hieß es damals. Dieter Schramm, auch heute noch wie Deichmeier im Organisationskomitee, antwortete und klärte auf, dass es sich um eine ehrenamtliche Initiative handele.

Drei, vier Jahre werde es wohl laufen, erwarteten die Macher des ersten Weihnachtsmarktes. Anna Buchartowski hatte sogar angeboten, die Kosten zu übernehmen, falls das Ganze fehlschlagen sollte. Doch davon war bereits beim Start am ersten Adventswochenende 1993 keine Rede mehr. Sogar ein Gedicht wurde zu diesem denkwürdigen Anlass verfasst: Ortsbürgermeister Frank Seger trug es vor, nachdem er seinen Dankzettel für den Weihnachtsmarkt, „das vorweihnachtliche Drei-Dörfer-Paradies“, vorgebracht hatte.

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