Vertrag von Sportdirektor Flick wird wunschgemäß aufgelöst

17. Januar 2017 @

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Montag dem Wunsch von Sportdirektor Hansi Flick zugestimmt, seinen bis 2019 laufenden Vertrag vorzeitig aufzulösen. Flick hatte zuvor in Gesprächen mit DFB-Präsident Reinhard Grindel und Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius die Bitte hinterlegt, nach zehn intensiven Jahren für den Verband zunächst als Assistenztrainer von Joachim Löw und seit September 2014 als Sportdirektor des DFB eine berufliche Auszeit nehmen zu wollen. Das Präsidium bedauert diesen persönlichen Schritt, respektiert aber seinen Wunsch.

Der Ball wird weitergegeben: Horst Hrubesch übernimmt von Hansi Flick – Foto: JPH

Die Suche eines Nachfolgers wird inhaltlich eng mit der sportlichen Konzeption des neuen DFB und seiner Akademie verknüpft, über dessen Ausgestaltung auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag im September entschieden wird. Übergangsweise wird Horst Hrubesch das Amt übernehmen, der mit seiner großen Erfahrung im U-Bereich und seiner hohen Akzeptanz im gesamten Trainerteam des DFB die idealen Voraussetzungen dafür mitbringt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Hansi Flick hat sich in den zehn Jahren beim DFB große Verdienste um den deutschen Fußball erworben. Er hat an der Seite von Jogi Löw maßgeblich zum Gewinn des WM-Titels beigetragen und als Sportdirektor wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner menschlichen Qualität ist er im Verband und in der Liga gleichermaßen anerkannt. Wir lassen ihn nur schweren Herzens gehen, aber wir respektieren seinen persönlichen Wunsch.“

Hansi Flick selbst erklärt zu seinem Wunsch: „Ich bin dem Präsidium dankbar für das Verständnis und Entgegenkommen. Hinter mir liegen zehn tolle Jahre beim DFB. Es war eine spannende, erfolgreiche, aber auch intensive Zeit. Wenn ich eine Aufgabe angehe, dann mit absoluter Energie und hohem Einsatz. Das galt für die WM 2014 genauso wie für das Amt des Sportdirektors, in dem ich viel gestalten konnte. Wir haben in den vergangen Jahren eine Philosophie etabliert, eine starke Trainer-Mannschaft aufgestellt und im U-Bereich eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Es gibt aktuell weder andere sportliche Ambitionen noch gibt oder gab es irgendwelche Probleme, der einzige Grund ist der persönliche Wunsch, mich in der nächsten Zeit mehr auf meine Familie konzentrieren zu können.“

Bei der Suche nach einem Nachfolger will sich der DFB die dafür nötige Zeit nehmen. Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius: “ Wir freuen uns, dass Horst Hrubesch übergangsweise die Aufgaben übernimmt. Er genießt eine hohe Reputation und kennt den Trainer- und U-Bereich besser als jeder andere im DFB.“

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