Unentschieden beim HSV – Recken holen einen Punkt

21. September 2015 @

Die Begegnungen in der Vergangenheit zwischen den Recken und dem HSV versprachen eine spannende Partie. Und diese bekamen die Zuschauer am Sonnabendabend erneut geboten. Die Niedersachsen konnten die erste Halbzeit zunächst positiv für sich gestalten und erspielten sich dank einer „sehr disziplinierten Angriff -und Abwehrleistung“ nach 30 Minuten einen 14:9-Vorsprung. Im zweiten Durchgang kämpfte sich der HSV wieder zurück ins Spiel. Die Begegnung entwickelte sich mit Blick auf die finale Phase mehr und mehr zu einem Handballkrimi, in dem Die Recken am Ende die Nerven behielten. Das 23:23 beschert den Niedersachsen einen weiteren Punkt über den sich Jens Bürkle zufrieden zeigte. „Ich bin froh, dass wir am Ende einen Punkt holen konnten. Das war in den letzten 30 Sekunden nicht absehbar.“

Einen Punkt brachten die Recken aus Hamburg mit - Logo: TSV Hannover-Burgdorf

Einen Punkt brachten die Recken aus Hamburg mit – Logo: TSV Hannover-Burgdorf

Den Torreigen eröffneten die Hausherren nach zwei Spielminuten in Persona Adrian Pfahl. Mit Morten Olsen auf der Spielmacherposition konnten Die Recken eine Zeigerumdrehung später das erste Tor verbuchen. Erik Schmidt verwandelte nach schönem Anspiel vom Kreis zum 1:2. Dank einer starken Abwehrarbeit sowie einem präsenten Martin Ziemer, erspielten sich die Niedersachsens die Chance, im darauffolgenden Angriff in Führung zu gehen. Youngster Timo Kastening nutzte diese und traf zum 4:3 (9.).

Den Recken gelang es nun mit fortlaufender Uhr, die sich ergebenden Räume konsequenter zu nutzen. Aus dem Rückraum gelang in der 14. Minute Kai Häfner das Tor zum 7:4-Zwischenstand. Im Angriff zeigten Hannovers Spitzenhandballer eine souveräne Leistung. In der Defensive bekam Hamburg bis dahin jedoch noch zu viele gute Wurfgelegenheiten, so dass die Partie weiterhin eng blieb.

Vom Sieben-Meter-Strich erzielte Hans Lindberg nach 20 Minuten den 7:8-Anschlusstreffer für den HSV Handball. Sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff ballte Ziemer erneut die Faust, nachdem er den zweiten Strafwurf entschärfen konnte. Postwendend verwandelte Sven-Sören Christophersen zur 10:8-Führung. Die Folgeminuten nutzten Die Recken ganz zu ihrem Vorteil und konnten dank eins 6:0-Laufes mit 14:8 in Front gehen. Christophersen sorgte für den sechs Tore Abstand. Beim Spielstand von 14:9 traten beide Teams den Gang in die Kabine an.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte der HSV. Neu im Tor der Hamburger war nun Jogi Bitter, der zwei Würfe der Niedersachsen parierte. Die Anfangsphase war geprägt von einem nervösen und hitzigen Spielgeschehen. Binnen sechs Minuten konnte der HSV auf 12:14 verkürzen. Casper Mortensen warf den Ball gekonnt an Ziemer vorbei. Acht Minuten dauerte es, bis Die Recken den ersten Treffer in der zweiten Hälfte verbuchen konnten (13:15).

Der HSV versuchte es weiterhin, wieder auf Hannovers Handballer aufzuschließen. Doch Die Recken nutzten ihre Möglichkeiten und hielten die Hausherren zunächst weiterhin auf Abstand. Joakim Hykkerud kämpfte sich am Kreis durch und markierte das 19:15 für seine Farben. In Unterzahl sorgte Ziemer für den nötigen Rückhalt und gewann das Duell gegen Allan Nielsen in der 48. Minute (20:17). Die Hamburger kämpften sich jedoch zurück ins Spiel und gestalteten die Partie somit wieder völlig offen. Der 20:21-Anschlusstreffer von Pfahl gab Bürkle Anlass genug, die grüne Karte auf den Tisch zu legen.

Fünf Minuten vor Spielende entwickelte sich das Spiel zu einem Handballkrimi, nachdem dem HSV der 22:22-Ausgleich gelang. Spätestens mit dem anschließenden Führungstreffer für die Hamburger war die Halle hellwach und unterstütze ihr Team. Doch Die Recken zeigten in den letzte Sekunden Nervenstärke. Häfner setzt alles in die letzte Aktion der Niedersachsen und verwandelte zum 23:23 zehn Sekunden vor Abpfiff. Den finalen Freiwurf von Pascal Hens konnte Ziemer dann erfolgreich fangen und hielt damit buchstäblich einen Punkt für Hannovers Spitzenhandball fest.

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