Ultra-Läufer Helmut Voigt startet beim berühmten Rennsteiglauf

26. Mai 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Der GutsMuths-Rennsteiglauf ist ein Volkslauf, der seit 1973 jährlich Mitte Mai auf dem Rennsteig im Thüringer Wald ausgetragen wird. Mit mehr als 15 000 teilnehmenden Läufern und Wanderern gilt er als der größte Landschafts- oder Crosslauf Europas. Der erste offizielle Lauf startete am 12. Mai 1973 statt. Mit ihm sollte an den Pädagogen Johann Christoph Friedrich GutsMuths erinnert werden. Die Strecke von fast 100 Kilometern führte von der Hohen Sonne bei Eisenach bis nach Masserberg.

Helmut Voigt kurz vor dem Start – Foto: Privat

Helmut Voigt kurz vor dem Start – Foto: Privat

Am 9. Mai 1975 fand der Rennsteiglauf erstmals als Wettkampf statt. Von insgesamt 974 Teilnehmern erreichten 811 das Ziel. 1976 wurde die Streckenlänge auf 75 Kilometer reduziert, später dann auf 68 Kilometer. Seit 1997 hat der Lauf mit dem Start in Eisenach seine heutige Länge von 72 Kilometern.

1990 wurde erstmals der westdeutsche Teil des Rennsteigs in den Lauf einbezogen: Bei einem Gruppenlauf von Blankenstein nach Neuhaus mussten achtmal die zum Teil noch vollständig erhaltenen Grenzanlagen passiert werden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Rennsteiglauf zur größten Breitensportveranstaltung in der DDR. Heute ist er einer der größten Volksläufe in Deutschland und wird seit 1991 von der Zeitschrift „Laufzeit“ regelmäßig zu den zehn beliebtesten Läufen in Deutschland gezählt. Markenzeichen sind der magenfreundliche Haferschleim an den Verpflegungsstellen, die engagierten Helfer an der Strecke, die sich aus den lokalen Sportvereinen rekrutieren, und die „Kloß-Party“ am Vorabend in den Startorten sowie die Läuferpartys im Zielort Schmiedefeld am Rennsteig.

Der Start des Supermarathons, für den auch der MTV Rethmar Ultra-Läufer Helmut Voigt gemeldet hatte, ist auf dem Marktplatz von Eisenach auf 210 Metern Höhe. Auf dem Weg nach Osten geht es zunächst in den Stadtpark, der in den Thüringer Wald übergeht. Nun geht es stetig bergauf, und bei Kilometer 7,4 mündet die Laufstrecke an der Hohen Sonne in den Rennsteig. Der führt die Läufer hinauf auf den Großen Inselberg, dessen Gipfel auf 910 Metern Höhe liegt und den man bei Streckenkilometer 25,5 erreicht.

Helmut Voigt am höchsten Punkt der 72 km langen Laufstrecke – Foto: Privat

Helmut Voigt am höchsten Punkt der 72 km langen Laufstrecke – Foto: Privat

Auf einer steilen Passage hinab zum Parkplatz Grenzwiese verliert man nun etwa 200 Höhenmeter. Danach geht es relativ eben weiter, bevor die Läufer bei der Marathonmarke ein weiterer Anstieg erwartet. Am Grenzadler, in unmittelbarer Nähe der berühmten Biathlon-Ski-Arena Oberhof, hat man 54,7 Kilometer hinter sich. Hier ist ein offizieller Ausstieg mit Zeitnahme möglich. Hier werden auch alle Läufer aus dem Rennen genommen, die bis hierher mehr als neun Stunden gebraucht haben.

Welliges Terrain reicht dann bis zum Rondell am Rennsteiggarten Oberhof, wo auf einer Brücke die B 247 überquert wird. Bei Kilometer 61,1 auf 973 Metern Höhe ist der höchste Punkt der Strecke erreicht. Ab Schmücke geht es dann die letzten neun Kilometer überwiegend sanft bergab nach Schmiedefeld, wo man nach 70 Kilometern Wegstrecke zum ersten Mal wieder in besiedeltes Gebiet gelangt. Das Ziel liegt am Sportplatz oberhalb des Ortes auf 711 Metern Höhe. Insgesamt sind 1490 Höhenmeter bergauf und 989 Höhenmeter bergab auf der Gesamtstrecke zu bewältigen.

MTV Rethmar Ultra-Läufer Helmut Voigt benötigte für die Strecke genau 9:33:40 Stunden. Mit dieser Laufzeit landete er in der Gesamtwertung auf Platz 1293 und belegte damit in seiner Altersklasse M65 den 15. Platz.

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