Ultra-Läufer Helmut Voigt startet bei der 38. Harzquerung

5. Mai 2017 @

Am Tag vor dem höchsten Feiertag für alle Harzbewohner – am vergangenen Sonnabend, dem Walpurgis-Wochenende im Harz, – war es wieder soweit: die 38. Harzquerung stand auf Helmut Voigts Programm.

Aufregung vor dem Start und hohe Spannung in Wernigerode – Foto: Privat

Seit über vierzig Jahren gibt es die Harzquerung, die damals noch unter dem Namen „Harzüberquerung“ in den Siebzigerjahren veranstaltet wurde. Seit Beginn war die Harzquerung für diejenigen Wanderer und auch für Läufer offen, denen die Nähe zur Natur wichtig ist und die sie in ihrem ursprünglichen Charakter erfahren möchten. Dies spiegelt sich insbesondere in der Streckenführung wider, die schmale, unbefestigte Wege bevorzugt und stets die jeweiligen Eigenheiten der durchquerten Landschaft hervorkehrt. Der Start hat mittlerweile mit dem letzten Sonnabend im April seinen festen Platz im Laufjahr. Es stehen dabei drei Strecken unterschiedlicher Länge zur Auswahl, die sowohl für Läufer als auch für Wanderer offen sind. Die traditionell 51 Kilometer lange Distanz von Wernigerode nach Nordhausen stellt dabei die größte sportliche Aufgabe dar.

MTV Rethmar Ultra-Läufer Helmut Voigt hatte sich natürlich wieder für die längste der drei Distanzen, für die Hauptstrecke von 51 Kilometern von Wernigerode nach Nordhausen, entschieden. Diese Hauptstrecke der Harzquerung beginnt wie immer im Norden am Stadtrand von Wernigerode. Ziel des Laufes ist das Städtchen Nordhausen im Südharz. Der Lauf führt größtenteils über schmale Forst- und Wanderwege. Breite befahrbare Wege werden, so gut es eben geht, vermieden. Ausgebaute Straßen werden nur gekreuzt oder insofern benutzt, als es die Durchquerung von Ortschaften erfordert.

Das Anliegen des Laufes geht dabei über den rein sportlichen Aspekt hinaus. Bei der Auswahl der Strecke wurde stets versucht, den Harz in seiner landschaftlichen Ursprünglichkeit zu zeigen und den Läufer die vielfältigen Facetten der Natur entdecken zu lassen. Im Streckenverlauf findet man die Fichtenforste des Nordharzes, unterbrochen von den Flusstälern der „Warmen“ und „Kalten Bode“, genauso wie die typischen Buchenhochwälder und die weiten Hügel des Südharzes.

Auch eine der Harzstaumauern war zu passieren – Foto: Privat

Entlang der Distanz sind in Abständen von jeweils etwa zehn Kilometern insgesamt vier Verpflegungspunkte aufgebaut, wo es Essen sowie warme und kalte Getränke gibt. Zusätzlich sind am höchsten Punkt, auf dem Poppenberg, und 5 Kilometer vor dem Ziel Getränke erhältlich. Die Laufstrecke beginnt mit einem zirka 3,5 Kilometer langen Flachstück, dass nur eine geringe Steigung aufweist. Hier laufen auch noch fast alle Läufer in der Gruppe, denn es dauert eine gewisse Zeit, bis der „Lindwurm“ von Läufern in die Gänge kommt. Danach beginnt aber unwiderruflich die schwierigere Phase der Strecke. Das Ziel in Nordhausen befindet sich im Albert-Kuntz-Stadion nahe des nördlichen Ortseingangs. Auch hier gibt es Verpflegung und Getränke. Zielschluss ist um 16 Uhr. Insgesamt sind auf der Strecke 1360 Höhenmeter zu überwinden.

Helmut Voigt benötigte für die Strecke eine Laufzeit von 6 Stunden und 31:40 Minuten und war damit sogar 20 Minuten schneller als im Vorjahr, obwohl ihm noch der Darß-Marathon vom letzten Wochenende in den Beinen steckte. Die gute Luft des Harzes war da wohl ausschlaggebend.

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